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19.11.2025, Lokalredaktion
Mit der Aktion „Dorfliebe” möchte die Konrad-Adenauer-Stiftung ein Zeichen für mehr Bürgernähe und politische Teilhabe in ländlichen Regionen setzen. Im „Eckflether Kroog“ (Moorriem) wurde nun mit reger Beteiligung über zentrale Inhalte und Ziele der Initiative diskutiert.
Das Ziel der „Dorfliebe“-Tour besteht darin, das Gefühl zu überwinden, dass Politik in Dörfern oft als fern und abstrakt empfunden wird. Stattdessen sollen Stammtische, Workshops und Informationsveranstaltungen einen Raum schaffen, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen direkt mit politischen Entscheidungsträgern besprechen können. „Wir müssen dorthin gehen, wo die Menschen leben: in die Dörfer, in die Vereine, in die Gemeinschaften“, betont der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler. „Nur wenn wir zuhören und gemeinsam Lösungen entwickeln, können wir das Vertrauen in die Politik zurückgewinnen.“
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie dem zunehmenden Rückzug aus ehrenamtlichem Engagement und der Politikverdrossenheit begegnet werden kann. Denn vielerorts fehlt es an Menschen, die bereit sind, sich unentgeltlich für das Gemeinwohl einzusetzen. „Ein funktionierendes Miteinander ist das Fundament jeder Dorfgemeinschaft“, so Thümler. „Dort, wo Nachbarschaft gelebt wird und jeder für den anderen da ist, entsteht ein starkes soziales Netz.“ Das sei gelebte Demokratie.
Mit der „Dorfliebe“-Tour werden die Potenziale ländlicher Räume hervorgehoben und das Schöne am Dorfleben gewürdigt. „Wir wollen zeigen, dass ländliche Regionen nicht nur idyllisch, sondern auch innovativ und zukunftsfähig sind“, so Thümler weiter. Die Menschen vor Ort wüssten am Besten, was sie bräuchten. Man müsse ihnen zuhören und sie ernst nehmen.
Das Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad-Adenauer-Stiftung bietet ein breites Spektrum politischer Erwachsenenbildung. Laut Dr. Ann-Kristin Steiniger, Referentin für politische Bildung, richtet es sich an rund 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger im westlichen und nördlichen Niedersachsen. „Unsere Veranstaltungen sind offen für alle, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf“, betont sie. Man vertrete klare christlich-demokratische Werte, schließe aber niemanden aus. Das Ziel sei, Demokratie zu fördern und politische Teilhabe zu ermöglichen. (pm/lr)
Fotos: Büro Thümler – Björn Thümler, Ann-Kristin Steiniger, Alexandra Gloystein, Vorsitzende der Frauen Union Wesermarsch, sowie Michael Heibült, der sich um das Bürgermeisteramt in Elsfleth bewirbt.