Elsfleth – Informationsveranstaltung zum Bau der Huntebrücke auf der Baustelle
07.08.2026, Lokalredaktion
Die SPD Berne, die SPD Elsfleth und die Landtagsabgeordnete der SPD Karin Logemann laden die Menschen aus der Region, ganz besonders aus der Gemeinde Berne und aus der Stadt Elsfleth, am Sonnabend, 15. August, von 13:30 bis 15 Uhr, zu einer Baustellenbesichtigung auf das Gelände der Eisenbahnbrücke über die Hunte ein.
Von Berne aus gibt es noch ein besonderes Angebot: Wer mit dem Fahrrad zur Baustelle kommen möchte, findet sich bitte um 12 Uhr auf dem Breithof in Berne ein. Wegen der Sperrung des Berner Bahnübergangs geht es über die Brücke in Dreisielen. Auf dem Breithof steht das Berner Ratsmitglied Markus Baritz-Wetzel bereit und begleitet die Radfahrenden zur Baustelle. Für die Fahrradtour wird um Anmeldungen gebeten: Karin Logemann, k.logemann@t-online.de oder 0151 46502283.
Foto: Büro Logemann – von vorne nach hinten: Lasse Loske (SPD Elsfleth), Henning Lohmann (IBL Ingenieurgesellschaft Behnen), Karin Logemann MdL und Lars Steenken (SPD Berne)
„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, in einem sehr frühen Stadium die Baustelle für unsere Bürgerinnen und Bürger begehbar und erlebbar machen zu können. Unser großer Dank gilt der Deutschen Bahn, sowie den ausführenden Baufirmen, die das möglich machen. Unser Dank gilt aber auch dem I. und dem II. Oldenburgischen Deichband, die ebenfalls mit Informationen vor Ort sein werden“, so Karin Logemann.
Der Besuch unseres Vorsitzenden der SPD Niedersachsen und Ministerpräsidenten, Olaf Lies krönt das Event der besonderen Art. Er hat sich wie kein anderer gemeinsam mit der Deutschen Bahn für den beschleunigten Neubau der Eisenbahnüberführung (EÜ) in Form einer Hub-Drehbrücke, eingesetzt. Auch ein Vertreter der IHK wird ebenfalls vor Ort sein und über die wirtschaftlichen Auswirkungen berichten.
Ein wichtiger und elementarer Bestandteil der Strecke Hude – Nordenham ist die Eisenbahnbrücke Elsfleth über die Hunte im Landkreis Wesermarsch. Sie verbindet die Gemeinden Elsfleth und Berne und sie stellt die Bahnverbindung in den Norden der Wesermarsch sicher.
Auf dieser Strecke fahren sowohl Personen- als auch Güterzüge. Die Brücke hat eine hohe Bedeutung für die Region – für die Anbindung der Binnenhäfen links der Weser an den Güterverkehr sowie für die Schifffahrt. Am 25. Februar 2024 kollidierte ein Binnenfrachtschiff mit der 115 Meter langen Eisenbahn-Drehbrücke. „Das war ein Schock für die ganze Region, der bis heute anhält“, erinnert sich Logemann.
In einer neuen Rekordgeschwindigkeit baute die Deutsche Bahn in nur 60 Tagen Bauzeit eine feste Hilfsbrücke. „Das war besonders auch im Hinblick auf den Personenverkehr und auf die dahinterliegende Wirtschaft zur schnellen Wiederherstellung der Strecke und Wiederaufnahme des Zugverkehrs dringend nötig“, weiß die Abgeordnete.
Die Hilfsbrücke ist eine Übergangslösung. Anders als das Bestandsbauwerk ist die Hilfsbrücke nicht beweglich und lässt sich nicht für den Schiffsverkehr öffnen. Bis zum Neubau einer beweglichen Brücke können nur Binnenschiffe den Wasserweg nutzen die flach genug sind, um unter der festen Hilfsbrücke durchzufahren. Für die höheren Seeschiffe ist eine Durchfahrt nicht möglich. Dies stellt den Oldenburger Hafen vor eine große Herausforderung.
„Die Bürgerinnen und Bürger verfolgen, wie ich aus vielen Gesprächen weiß, die Entwicklung aus der Presse und vom Hören-Sagen“, so die SPD Landtagsabgeordnete und Berner Ortsvereinsvorsitzende Karin Logemann. „Nun versuchen wir mal etwas Unkonventionelles. Die SPD Berne, die SPD Elsfleth und ich als Landtagsabgeordnete laden die Menschen aus der Region auf das Baugelände der Eisenbahnbrücke in Elsfleth. Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über die neuangelegte Straße, die Verlängerung der Bardenflether Helmer, direkt ab der B212 in Richtung Eisenbahnbrücke“, so Logemann
Daniel Röhrl, Vorsitzender der SPD Elsfleth sagt: Das wird ein besonderer und ein informativer Termin. Vertreter der Bahn werden vor Ort sein, die Bauausführenden stellen die Pläne vor, der Fuß- und Radweg wird vorgestellt. Mit von der Partie sind auch der I. und der II. Oldenburgische Deichband, die ihr Augenmerk auf die Deichbaumaßnahmen legen, die sie ebenfalls zeigen werden. Und das alles mitten auf der Baustelle, das ist schon toll. Zurzeit wird noch abgeklärt, ob eventuell sogar die Baugrube besichtigt werden kann und begehbar sein wird.“
Ziel des Neubaus ist es, die uneingeschränkte Befahrbarkeit der Hunte und die Anbindung an den Oldenburger Hafen für Binnen- und Seeschiffe schnellstmöglich wieder herzustellen. Die neue EÜ wird in paralleler Lage zur Hilfsbrücke gebaut, damit der Zugverkehr während der Bauphase aufrechterhalten werden kann.
Die Bahn erklärt dazu: „Die neue EÜ ist etwa zwei Meter höher als die vorherige Brücke und besteht aus insgesamt sieben Brückenteilen. Damit auch große Schiffe die Brücke passieren können, sind 145 Meter der Brücke drehbar. Insgesamt ist die neue Brücke rund 512 Meter lang. Ein Dienst- und Rettungsweg ist auf der Brücke vorgesehen.“
„Dass es zusätzlich einen Geh- und Radweg mit 2,5 Metern Breite geben wird, ist ebenfalls Olaf Lies zu verdanken. Der damalige Verkehrsminister und seine Mitarbeitenden ließen nicht locker, bis sie eine große finanzielle Unterstützung für die Gemeinde Berne und für die Stadt Elsfleth gesichert hatten. Hier gilt ein ganz besonders großer Dank auch den Verwaltungen und den Räten der beiden Kommunen, sowie dem Landkreis für die starke Unterstützung und Bereitschaft“, erklärt Logemann. „Kommen Sie gerne vorbei. Sie erwarten eine interessante Kulisse auf der Baustelle aber auch viele Informationen über den Bau der Eisenbahnbrücke und natürlich auch über den Bau des Geh- und Radwegs.“ (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland)