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22.02.2026, Lokalredaktion
Ortsbrandmeister Stefan Kayser blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das von einer starken Mitgliederentwicklung, umfangreichen Ausbildungsaktivitäten und einer anspruchsvollen Einsatzlage geprägt war. Mit insgesamt 88 Mitgliedern zum Jahresende – darunter 48 Einsatzkräfte, 11 Alters- und Ehrenmitglieder, 23 Kinder sowie 5 Betreuende – erreichte die Wehr einen mutmaßlichen historischen Höchststand. Die positive Entwicklung wird als Zeichen erfolgreicher Nachwuchsarbeit, hoher Bindungskraft und einer starken Außenwirkung gewertet.
Die Dienst-, Ausbildungs- und Arbeitsstunden belaufen sich auf rund 1.514 Stunden, ergänzt durch 731 Einsatzstunden. Vier Großbrände prägten die Einsatzstatistik maßgeblich. Hinzu kommen zahlreiche Tätigkeiten, die traditionell nicht erfasst werden – etwa Logistik, Organisation oder Beschaffungen –, sodass die tatsächliche Gesamtbelastung deutlich höher liegt. Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene sowie Online-Fortbildungen ergänzten die Aktivitäten der Feuerwehrleute. Die Feuerwehr investierte intensiv in moderne Ausbildungsformen. Atemschutzübungen wurden durch Tracking, Pulsmessung und strukturierte Stationsabläufe professionalisiert – ein Ansatz, der sich bewährt hat und fortgeführt wird.
Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 18 Einsätzen aus. Die Bandbreite reichte von vier Großbränden, darunter Industrie- und Heu-/Rundballenbrände, zwei Kleinbrände, vier Verkehrsunfälle bis hin zu technischen Hilfeleistungen, u. a. Tragehilfen, Türöffnungen, eine Dachsturzrettung mittels Ladekran sowie die Einrichtung eines Hubschrauberlandeplatzes und drei Fehlalarmen. Die interkommunale Zusammenarbeit bewährte sich insbesondere bei der schonenden Rettung nach einem Dachsturz, bei dem ein vor Ort verfügbarer LKW-Ladekran und eine Schleifkorbtrage zum Einsatz kamen.
Besonders fordernd war der Omnipark-Brand am 5. April, bei dem rund 1.500 m² Rohstoffe brannten. Drei Einsatzabschnitte, eine Riegelstellung zum Biomassekraftwerk sowie ein zusätzlicher Böschungsbrand verlangten der Mannschaft alles ab. Ein nächtlicher Heu- und Rundballenbrand mit rund 140 Ballen stellte die Kräfte ebenfalls vor große Herausforderungen.
Auch im Bereich der Kinderfeuerwehr wurde intensiv gearbeitet. Samantha Stumpenhorst vom Betreuerteam informierte, dass neben Ausbildung in Erster Hilfe, Alarmregeln und Feuerwehrtechnik zahlreiche Spiele, Experimente und erlebnisorientierte Dienste auf dem Programm standen. Somit leisteten die Kinder im vergangenen Jahr 571 Stunden, die Betreuenden 454 Stunden. Besonderer Höhepunkte war Platz 1 beim Kreiskinderfeuerwehrtag sowie die Plätze eins und zwei beim Stadtfeuerwehrtag.
Für das kommende Jahr plant die Wehr, erfolgreiche Konzepte fortzuführen, Kooperationen auszubauen und die Kinder- und Jugendarbeit weiter zu stärken. Zudem kann das neue Hilfelöschfahrzeug, nach Genehmigung des Haushalts der Stadt Elsfleth, ausgeschrieben werden.
Im Laufe des Abends wurden alle Feuerwehrleute gemäß der neuen Feuerwehr-Dienstgradverordnung entsprechend von Stadtbrandmeister Stefan Wilken, gemeinsam mit dem Ehrenbrandmeister Hans-Jürgen Zech und Bürgermeisterin Brigitte Fuchs befördert.
Zudem wurde befördert: Ronald Degen und Hergen Mosler zu 1. Hauptfeuerwehrmännern, Silas Wessels, Volker Osterloh und Eike Spannhoff zu Brandmeistern, Stefan Kayser zum Brandinspektor und Stefan Wilken zum Stadtbrandinspektor.
Geehrt wurden an diesem Abend: Stefan Kayser und Sönke Heineke für 25 Jahre, Rolf de Vries für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr.
Neben Brigitte Fuchs lobte auch Feuerwehr-Ausschussvorsitzenden Volker Osterloh die Leistungsbilanz der Feuerwehr Altenhuntorf. „Feuerwehr ist toll, überall in Elsfleth“, brachte er es auf den Punkt. Stadtbrandmeister Stefan Wilken lobte die tolle Mannschaft und Ehrenbrandmeister Hans-Jürgen Zech war einen allgemeinem Blick auf das vergangenen Jahr mit all seinen Einsätzen. (Foto und Text: Kerstin Seeland)