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18.01.2026, Lokalredaktion
Die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann aus dem Landkreis Wesermarsch reagiert auf die Information von der Industrie- und Handelskammer und die Presseberichterstattung zum Nachprüfungsverfahren beim Brückenneubau sowie erneute Schiffsberührungen trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen.
„Die Huntebrücke ist eine kritische Infrastruktur und Lebensader für den Industrie- und Seehafenstandort Wesermarsch“, betont Logemann. „Ihre termingerechte Fertigstellung Ende 2027 ist von essenzieller Bedeutung – nicht nur für unsere Region, sondern auch für den Oldenburger Hafen, dessen Wachstumskurs seit der Havarie im Februar 2024 ausgebremst ist.“
Mit Irritation habe man zur Kenntnis genommen, dass der Bund für den Brückenneubau ein Nachprüfungsverfahren eingeleitet hat. „Bisher haben bei der Planung sowie den bauvorbereitenden Maßnahmen alle Beteiligten von Bahn, Land, Kommunen und Behörden vorbildlich zusammengearbeitet“, so Logemann. Nun stelle sich die Frage, wie es zu dem Verfahren kam, wie lange es dauern wird und ob Verzögerungen drohen.
Die Abgeordnete fordert Aufklärung darüber, ob der aktuelle Baufortschritt im geplanten Rahmen liegt und was unternommen wird, um die Brücke im Zeitplan zu halten. „Der Oldenburger Hafen verzeichnete 2023 einen Umschlag von über 1,1 Millionen Tonnen mit einer Steigerung von fast sechs Prozent. Diese positive Entwicklung darf nicht gefährdet werden.“
Besonders besorgniserregend sind aus Sicht der Abgeordneten die jüngsten Vorfälle: Am 29. November 2025 befürchtete ein Schiffsführer, die Brücke beschädigt zu haben – glücklicherweise stellte die Wasserschutzpolizei keinen Schaden fest. Am 1. Januar 2026 touchierte dann ein 82 Meter langes Flusskreuzfahrtschiff mit 78 Menschen an Bord die Brücke mit seinem Sonnensegel. Der Bahnverkehr musste jeweils vorsichtshalber eingestellt werden.
„Wir brauchen Antworten darauf, welche zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen nach dem ersten Schiffsunfall im Februar 2024 veranlasst wurden und warum es trotz aller Maßnahmen weiterhin zu Berührungen zwischen Schiff und Brücke kommen kann“, fordert Logemann. Auch die Frage, was künftig getan wird, um solche Vorfälle zu verhindern, müsse geklärt werden. Die Unterrichtung im Landtag soll zeitnah erfolgen. (pm/lr- Foto: Büro Logemann)