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07.06.2026, Lokalredaktion
Ende Mai hat in der Ritterstraße 1 in Elsfleth die neue dermatologische Praxis Curaderm unter der Leitung von Dr. Sigrid Hackstein eröffnet. Mit einem klaren Schwerpunkt auf der Diagnostik und Behandlung von Hautkrebs, insbesondere weißem Hautkrebs, erweitert die Praxis das medizinische Angebot in der Region deutlich.

Moderner Ansatz und enge Zusammenarbeit mit Hausärzten
Dr. Hackstein legt großen Wert auf eine gute Vernetzung mit den Hausärztinnen und Hausärzten im Einzugsgebiet. „Meine Aufgabe ist es, diejenigen zu versorgen, die uns benötigen“, betont sie. Dazu gehören insbesondere Patientinnen und Patienten mit Melanomen, die eine engmaschige Nachsorge benötigen.

Aktuell kann die Praxis noch keine Hausbesuche anbieten. Um dennoch eine schnelle fachärztliche Einschätzung zu ermöglichen, bietet Curaderm ein Tele-Konsil an: Hausärzte können Fotos und Befunde digital übermitteln und gemeinsam mit Dr. Hackstein eine erste Einschätzung vornehmen.

Breites Behandlungsspektrum – von Berufsgenossenschaftsfällen bis Neurodermitis
Neben der Hautkrebsdiagnostik behandelt die Praxis auch Berufsgenossenschafts-Fälle, etwa Handekzeme oder arbeitsbedingten Hautkrebs. Auch Patientinnen und Patienten mit Schuppenflechte, Neurodermitis oder anderen chronischen Hauterkrankungen finden in der neuen Praxis eine spezialisierte Anlaufstelle.
Besonders positiv hebt Dr. Hackstein hervor, wie gut vorbereitet viele Menschen in die Sprechstunde kommen: „Es ist toll, dass die Patienten hier so gut vorbereitet erscheinen. Viele bringen bereits Befunde und Unterlagen mit.“
Digitale Anmeldung und strukturierte Terminvergabe
Die Praxis setzt auf moderne Abläufe: Über Doctolib können nicht nur Termine gebucht, sondern auch Anamnesebögen heruntergeladen und Befunde hochgeladen werden.
- Akutsprechstunde: immer dienstags – Termine werden eine Woche vorher online freigeschaltet – für Hausarztpraxen bereits zwei Wochen vorher
- Reguläre Termine: aktuell drei Monate im Voraus buchbar – ab September, wenn sich der Praxisbetrieb eingespielt hat, werden Termine 14 Tage vorher freigeschaltet
Die Praxis bittet darum, nicht wahrnehmbare Termine rechtzeitig abzusagen, um anderen Patientinnen und Patienten zeitnahe Behandlungen zu ermöglichen.
Herausforderung: fehlender Rheumatologe in der Region
Bedauerlich sei, so Dr. Hackstein, dass es in der Region keinen Rheumatologen gebe, mit dem ein fachlicher Austausch möglich wäre. Gerade für Patientinnen und Patienten mit komplexen Krankheitsbildern wäre eine engere Zusammenarbeit wünschenswert. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)