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30.03.2026, Lokalredaktion
Am frühen Sonntagmorgen, kurz vor 8 Uhr, herrscht in der Braker Weserstraße noch Ruhe. Die Nacht war kurz – erst wenige Stunden zuvor wurden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt, die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. Auf dem Parkplatz des hagebau Marktes stehen Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Bernd Kempendorf sowie die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr Wesermarsch bereit für eine groß angelegte Feuerwehrübung.

Pünktlich um 8 Uhr löst Bernd Kempendorf den Übungsalarm aus. Nur Minuten später treffen die ersten Einsatzfahrzeuge ein. Ziel der Übung ist der Aufbau einer stabilen Wasserversorgung aus dem Braker Sieltief, um das Zusammenspiel der Braker Feuerwehren sowie die Leistungsfähigkeit des Hytrans-Systems, unter realistischen Bedingungen, wie beispielsweise Großbrände oder auch Starkregen, zu testen.

Geplant war eine Förderleistung von 8.000 Litern pro Minute. Am Ende erreichte das System rund 7.000 Liter pro Minute – ein Wert, der laut Einsatzleitung eine solide Grundlage für die weitere Einsatzplanung darstellt.

Die Übung wurde von Bernd Kempendorf und Olaf Kruse ausgearbeitet. Im Fokus stand die Kombination der einzelnen Module des Hytrans-Systems zu einem Gesamteinsatz.

Die Feuerwehr brachte das Hytrans-System zunächst an das Braker Sieltief und setzte dort die Schwimmpumpe ein. Von der Entnahmestelle aus wurde eine, über einen Kilometer lange, Schlauchleitung (Durchmesser 8 Zoll) bis zur Heinrich-Addicks-Straße verlegt.

Auf der Strecke wurden zwei Versorgungsabschnitte mit Auffangmulden eingerichtet. Die erste Versorgungseinrichtung mit einer Mulde wurde auf dem Platzplatz Firma Jysk aufgebaut. Die Mulde verfügt über ein Fassungsvermögen von 7.500 Litern. Der zweite Versorgungsabschnitt wurde an der Heinrich-Addicks-Straße, ebenfalls mit einer Mulde mit rund 7.000 Liter Fassungsvermögen, eingerichtet. Das Wasser wurde zunächst in den Mulden aufgefangen und von dort aus wieder abgepumpt.

Die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr dokumentierte den gesamten Ablauf aus der Luft. Die Aufnahmen dienen der späteren Analyse, um Abläufe, Verkehrswege und Materialströme präzise auszuwerten und mögliche Optimierungspotenziale zu erkennen. Insgesamt waren 38 Einsatzkräfte beteiligt. Mitgewirkt haben Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Golzwarden, Hammelwarden und Hafenstraße sowie der Einsatzleitwagen des Landkreises Wesermarsch und und die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr.

Nach Abschluss der Übung zeigte sich Einsatzleiter Bernd Kempendorf zufrieden. Die Abläufe funktionierten zuverlässig, die Zusammenarbeit der beteiligten Wehren verlief reibungslos. Die Übungsziele – darunter die Ermittlung von Einsatzzeiten, die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Hytrans-Systems und die Bestimmung maximaler Wasserabgabemengen – wurden erreicht.

Im nächsten Schritt folgt eine detaillierte Nachbesprechung, bei der auch die Drohnenaufnahmen ausgewertet werden, um weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)
