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08.10.2026, Lokalredaktion
Einen anspruchsvollen Übungsabend absolvierte die Feuerwehr Schweiburg im Rahmen ihres regulären Dienstabends. Im Mittelpunkt stand eine realitätsnahe Einsatzübung mit einem angenommenen Gebäudebrand in einem Einfamilienhaus.

Das Übungsszenario sah ein Feuer in einem Einfamilienhaus vor, in dem mehrere Personen als vermisst gemeldet wurden. Für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger galt es daher, unter erschwerten Bedingungen in das Gebäude vorzugehen und die vermissten Personen zu suchen und zu retten.

Um die Einsatzbedingungen möglichst realistisch darzustellen, wurde im Gebäude Kunstnebel eingesetzt. Dieser sorgte für eine erhebliche Einschränkung der Sicht und stellte die Atemschutztrupps vor zusätzliche Herausforderungen. Die Orientierung innerhalb des Gebäudes sowie die Kommunikation und Zusammenarbeit der Einsatzkräfte wurden dadurch besonders gefordert.

Im weiteren Verlauf der Übung wurde die Einsatzlage bewusst verschärft. Während der Suche im Gebäude geriet ein Atemschutzgeräteträger in eine simulierte Notlage. Durch die eingeschränkte Sicht und die schwierigen Bedingungen wurde die Orientierung des Trupps erschwert. Der betroffene Trupp setzte daraufhin einen sogenannten Mayday-Notruf ab und meldete seine angenommene Notlage an die Atemschutzüberwachung.
Mit dem Absetzen des Mayday wurde die Rettung des eigenen Atemschutztrupps zur vordringlichen Aufgabe. Die Einsatzleitung musste die veränderte Lage erkennen und die notwendigen Maßnahmen zur Rettung des in Not geratenen Trupps einleiten.
Ein bereitstehender Sicherheitstrupp wurde mit der Suche und Rettung des betroffenen Atemschutzgeräteträgers beauftragt. Unter den weiterhin durch Kunstnebel stark eingeschränkten Sichtbedingungen musste der Sicherheitstrupp den Weg zum betroffenen Kameraden finden, Kontakt herstellen und diesen anschließend aus dem Gefahrenbereich bringen.
Parallel dazu wurden die Kommunikation mit dem betroffenen Trupp, die Atemschutzüberwachung sowie die Koordination der eingesetzten Kräfte trainiert. Besonderes Augenmerk lag darauf, die Mayday-Lage trotz des laufenden Brandeinsatzes strukturiert abzuarbeiten und die Rettung des eigenen Einsatzpersonals schnellstmöglich einzuleiten.
Das Szenario verdeutlichte eindrucksvoll, dass ein Atemschutznotfall innerhalb eines laufenden Gebäudebrandes eine erhebliche zusätzliche Herausforderung für die Einsatzkräfte darstellt. Gerade unter schlechten Sichtbedingungen sind klare Kommunikation, gegenseitige Absicherung und das sichere Beherrschen der festgelegten Abläufe von entscheidender Bedeutung.
Ein besonderer Schwerpunkt der Übung lag daher auf dem sicheren und strukturierten Vorgehen bei einer Mayday-Lage. Durch das realitätsnahe Szenario konnten die Einsatzkräfte die Abläufe unter möglichst praxisnahen Bedingungen trainieren und wertvolle Erfahrungen für zukünftige Einsätze sammeln.
„Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Ausbildung. Nur durch regelmäßiges Training können wir auch in schwierigen und unübersichtlichen Einsatzsituationen sicher und professionell handeln“, sagt der Pressesprecher der Feuerwehr Schweiburg, Stefan Janke.
Die Übung bot den Einsatzkräften die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten unter realistischen Bedingungen zu festigen und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Atemschutzgeräteträgern, Atemschutzüberwachung und Einsatzleitung weiter zu verbessern. Gerade auch die Besatzung des ELW hatte mit dem dokumentieren der verschiedenen Rückmeldungen bis hin zu der simulierten Mayday-Lage alle Hände voll zu tun. Die Feuerwehr Schweiburg bedankt sich bei allen an der Übung beteiligten Einsatzkräften und Unterstützern für die engagierte Durchführung. (Fotos und Text: Stefan Janke/FF Schweiburg)