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06.10.2026, Lokalredaktion
Wenn es in Altenesch Bonbons statt Wasser regnet, dann lässt sich niemand lange bitten. Bei strahlendem Sonnenschein bahnte sich zum 22. Mal der Ernteumzug seinen Weg durch die Straßen des Lemwerderaner Ortsteils.

Gesäumt von hunderten Schaulustigen und bestens abgesichert von der Feuerwehr sorgten die 27 Wagen, Rad- und Fußgruppen für allerbeste Stimmung. Geschmückt waren aber nicht nur die Vorbeiziehenden.

Auch viele der Anwohner genossen in liebevoll dekorierten Vorgärten und in großer Runde mit Nachbarn und Freunden das Spektakel. Viel Spaß machte es besonders den Kindern auf Süßigkeitenfang zu gehen. Und leere Taschen gab es dabei bei niemandem – auch wenn kein Kescher oder Schirm zum Fangen benutzt wurde.

Neben alten Hasen, wie den Moorlü, die sich dieses Mal mit jeder Menge „Flower Power“ in den Umzug einreihten, den traditionell geschmückten Wagen vom Landvolk, der Kinder- und Jugendfeuerwehren, des Kindergartens und der Landjugend mit viel Nebel und Partymusik oder den „Walfängern“, waren auch erstmals die tanzenden Thai-Frauen oder die Mitglieder der Altenescher Schrauberhalle mit Livemusik auf ihrem Wagen und selbstgebautem Grill-Rollator dabei.

Bei den Lemwerderaner Maibaumsetzern durfte natürlich ein kleiner Maibaum nicht fehlen. Angeführt wurde der Umzug wieder von „Herko“ und „Hakon“, den beiden Fjordpferden, die seit vielen Jahren die Kutsche von Stefan Ostermann ziehen.

„So viele Menschen waren es noch nie“, war Helene Harant, die neue Vorsitzende des Altenescher Heimatvereins, der den Ernteumzug organisiert hatte, sehr zufrieden nach dem Umzug.

Vor der Heimatstube und der Altenescher Kirche hatten die Mitglieder Kulinarisches für jeden Geschmack organisiert. Für rockige Livemusik sorgte Eloi Dias. Bis in den Abend genossen die vielen Gäste aller Altersgruppen das Beisammensein. (Fotos und Text: Gabriele Bode)