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22.08.2026, Lokalredaktion
Im letzten Kindergartenjahr wurde in der kommunalen KiTa Lemwerder das Projekt „Tim und Tula“ mit einer Kleingruppe von Kindern durchgeführt. Die beiden Handpuppen führten durch Angebote, die zur Förderung der emotionalen-sozialen Kompetenz beitrugen. Am Mittwoch wurde die KiTa dazu offiziell von Kindergarten plus zertifiziert.
Hintergrund
Sozial‑emotionale Förderung mit Tula und Tim – neu formulierter, urheberrechtssicherer Text
Die sozial‑emotionale Bildung nimmt in der frühen Kindheit einen zentralen Stellenwert ein. Ein pädagogisches Angebot, das diesen Bereich gezielt stärkt, arbeitet mit den beiden Handpuppen Tula und Tim. Sie begleiten die Kinder durch vielfältige Situationen, in denen Wahrnehmung, Gefühle, Kooperation und Konfliktlösung spielerisch erprobt werden.
In einem strukturierten Ablauf aus neun pädagogischen Modulen setzen sich die Fachkräfte mit Themen wie Körperwahrnehmung, Sinneserfahrungen, Emotionen, Beziehungen, Grenzen, Regeln und gemeinschaftlichem Handeln auseinander. Die Inhalte lassen sich problemlos in unterschiedliche pädagogische Konzepte integrieren und unterstützen die Zielsetzungen der Bildungspläne aller Bundesländer. Auch bestehende Beobachtungs‑ und Dokumentationsverfahren können ohne Anpassungsaufwand weiter genutzt werden.
Bestandteile des Programms
- Didaktisches Materialpaket mit vielfältigen Impulsen
- Handpuppen Tula und Tim als zentrale Begleiter
- Materialien für die Arbeit mit acht bis zwölf Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren
- Neun Module zu Körper, Sinne, Emotionen, Kommunikation, Kooperation und Konfliktlösung
- Lerngeschichte zur individuellen Bildungsdokumentation
- Eltern‑Ideen und Informationsmaterial
- Vertiefungsmodul zum Übergang in die Schule mit persönlichem Ich‑Heft
- Einführungstag und Reflexionsveranstaltung für Fachkräfte
- Interne Evaluation und Zertifizierung der Einrichtung
Elternarbeit
Die Familien erhalten schriftliche Informationen sowie ein Set aus Spiel‑ und Gesprächsanregungen, die den Transfer der Inhalte in den Alltag unterstützen. Impulse für Elternnachmittage erleichtern den Austausch über die Themen. Die Lerngeschichten dienen den pädagogischen Fachkräften als wertvolle Grundlage für Elterngespräche und machen Entwicklungsfortschritte sichtbar.
Übergang in die Schule
Ein eigenes Vertiefungsmodul widmet sich dem Übergang in die Grundschule. Dabei werden Hoffnungen, Fragen und mögliche Unsicherheiten der Kinder aufgegriffen. Das persönliche Ich‑Heft sowie ein kleines „Mutsäckchen“ helfen den Kindern, Gefühle, Gedanken und Handlungsstrategien zu reflektieren und ihre Emotionen bewusst zu steuern.
Sprachförderung
Die Kinder erschließen sich die Inhalte aktiv, körperbezogen und spielerisch. Sie erweitern ihren Wortschatz rund um Körper, Sinne und Gefühle und üben kommunikative Strategien wie das Benennen von Emotionen, das Formulieren eigener Wünsche sowie das gemeinsame Aushandeln und Lösen von Konflikten. Dadurch wird die sprachliche Ausdrucksfähigkeit ebenso gestärkt wie das soziale Miteinander. (pm/lr – Foto: Gemeinde Lemwerder)