Sie können uns unterstützen

07.12.2025, Lokalredaktion
Die Veranstaltungsreihe beginnt am Donnerstag, 8 Januar 2026, mit einer Silent Reading Party in der Buchhandlung. Was in Großstädten schon seit einiger Zeit angeboten wird, probieren wir jetzt auch mal bei uns: Lesen in Gesellschaft. Man kommt, macht es sich mit einem Getränk gemütlich, und dann wird gelesen. Kein Telefonklingeln, erst recht kein Handydaddeln, kein Gequatsche, einfach nur eine Stunde Zeit mit einem Buch. So kann man tief in die Geschichte eintauchen und allgemein runterkommen. Ob man dafür ein Buch von zu Hause mitbringt oder sich hier eins aus dem Regal nimmt, ist den Teilnehmenden selbst überlassen. Los geht es um 18.30 Uhr.
Am Sonntag, 18. Januar 2026, findet die erste Lesung statt. ZEIT-Journalist Henning Sußebach stellt den Anwesenden seine Urgroßmutter vor. „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ (gebundenes Buch) ist zum einen eine Biographie über eine wirklich ungewöhnliche Frau, zum anderen aber auch eine interessante Spurensuche. Viele Vorfahren hinterlassen drei Teelöffel und fünf Fotos, und vielleicht noch ein paar Legenden, die am Kaffeetisch weitererzählt werden, und hier fängt Henning Sußebach dann an zu graben. Was er gefunden hat, stand auf Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste und liest sich wirklich gut. Wer also an einem Sonntagnachmittag um 17 Uhr Zeit hat, kann gerne zu einem interessanten Nachmittag kommen. Eintrittskarten gibt es bei uns für 15 Euro.
Fußball gibt es am Mittwoch, 21.01.26, wenn der frühere Trainer von Werder Bremen, Thomas Schaaf und Autor Daniel Cottäus kommt und sie über ihr gemeinsames Buch „Thomas Schaaf“ (gebundenes Buch) sprechen. Gerne können sich Interessierte Bücher signieren oder mit einer Widmung versehen lassen.
Karten gibt es dafür noch für die Lesung am Dienstag, 10. Februar 2026: Anne Sauer hat mit ihrem ersten Roman für Furore gesorgt. Nachdem sie im letzten Jahr einen Essay über Taylor Swift veröffentlich hat, beschreibt sie jetzt zwei verschiedene Lebensentwürfe in einer Person. Spannend. „Im Leben nebenan“ (gebundenes Buch) Wie wäre das Leben verlaufen, hätte man die eine entscheidende Abzweigung nicht genommen? Eines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Altbauwohnung, weil die Dielen knarren und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein. Zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Antonia kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte. Anne Sauer erzählt davon, wie das eigene Leben verlaufen könnte, hätte man die eine entscheidende Abzweigung nicht genommen. Im Leben nebenan spiegelt zwei Lebensszenarien einer jungen Frau, erzählt im Wechsel von zwei Versionen eines Lebens und nimmt dabei mit gebotenem Humor, Gefühl und Leichtigkeit den Horror von gewollter und ungewollter Mutterschaft in den Blick: das große Glück mit Kind, aber auch: ohne Kind zu leben. 19:30 Uhr in der Buchhandlung, Eintrittskarten gibt es bei uns für 15 Euro.
Die nächste Lesung ist dann gut zwei Wochen später. Am Freitag, 27. Februar 2026 kommt Prof. Dr. Kristina Wolff und stellt die Frage „Wie viele noch?“ (gebundenes Buch) und ihre Arbeit beim Femicide Observation Center vor. Dieses Buch fordert zu einer politischen Debatte auf, indem es ein Bild der aktuellen Situation anhand von Zahlen, Daten und strukturellen Zusammenhängen aufzeigt. Über die Perspektive betroffener Frauen wird der staatliche Anteil am fehlenden Gewaltschutz für Mädchen und Frauen in Deutschland deutlich gemacht. Wie entsteht Gewalt gegen Frauen und wer übt diese aus? Welche sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren beeinflussen diese? Wie wird darüber in den Medien berichtet? Wie wird Gewalt gegen Frauen rechtlich verfolgt? Und wie kann sie verhindert werden? Frau Prof. Dr. Kristina Wolff kämpft seit vielen Jahren gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen und dokumentiert in Eigeninitiative Femizide. In diesem Buch bündelt sie ihr großes Wissen und gibt den Betroffenen Raum für ihren Überlebensweg. 19 Uhr in der Buchhandlung, in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Wesermarsch – kostenlos, mit Anmeldung,
Und schließlich gibt es wieder ein Drei-Gänge-Menü mit Lesung im Landhaus Tettens am Freitag, 20. März 2026. Krischan Koch liest aus seinem neusten Krimi „Einer flog über das Möwennest“ (kartoniertes Buch) und schickt damit seinen Kommissar Thies Detlefsen zum 14. Mal los, einen Mordfall aufzuklären. Die Buchtitel erinnern dabei immer an berühmte Filme wie „Der weiße Heilbutt“ oder „Krieg der Seesterne“ und machen wirklich Spaß. Die beiden Köche Nico Schmidt und Amar Mardnli wälzen schon das zu den Büchern passende Kochbuch „Jo, kann man essen“, ebenfalls von Krischan Koch. Ich bin aber, dass es ganz köstlich wird, wenn Regina Modro und ihr Team uns verwöhnen. Ein Menü mit Lesung bieten wir zum vierten Mal an, die Gutscheine dafür machen sich besonders gut unter dem Weihnachtsbaum.
Am Freitag, 17. April und Freitag, 24. April 2026 laden Viky Struth und Vici Hellenbrandt wieder ein zum Picknick mit Viky und Vici. Dort stellen sie ihre neusten Entdeckungen aus den Bereichen Romance und Fantasy vor. Dazu gibt es Snacks und Cocktails und erfahrungsgemäß viele neugierige Zuhörer. Der Kartenvorverkauf beginnt zu einem späteren Zeitpunkt. (pm/lr)
Titelfoto: von Bestenbostel – Nico Schmidt, Regina Modro, Amar Mardnli und Anne von Bestenbostel