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21.03.2026, Lokalredaktion
In der jüngsten Ratssitzung der Stadt Nordenham zeichnete Bürgermeister Nils Siemen Karin Tönjes mit der goldene Ehrenplakette der Stadt Nordenham aus. Dies ist eine der höchsten städtischen Ehrungen, die an Personen verliehen wird, die sich über viele Jahre hinweg in besonderem Maße für das Gemeinwohl, das gesellschaftliche Leben oder das Ehrenamt in Nordenham eingesetzt haben. Karin Tönjes hat sich seit drei Jahrzehnten mit großem persönlichen Einsatz um die Pflege der Städtepartnerschaft mit Peterlee bemüht hat. Niels Siemen betonte, dass europäische Freundschaft in Nordenham aktiv gelebt werde und solche langjährigen Engagements ein wertvolles Fundament dafür seien.
Darüber hinaus können Eigentümerinnen und Eigentümer ab sofort, bei der Sanierung ihrer Fassaden, mit der neuen Modernisierungsrichtlinie für die Innenstadt Fördermittel von bis zu 40 Prozent erhalten. Ziel ist es, das Zentrum attraktiver zu gestalten und die Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen.
Ein weiterer Meilenstein für die Stadt Nordenham ist die erstmalige Anwendung des sogenannten „Bau-Turbo“, der die Genehmigungsverfahren beschleunigt. Dadurch konnte ein neues Wohnbauprojekt in der Karlstraße in kurzer Zeit freigegeben werden. Der Bürgermeister unterstrich, wie wichtig schnell geschaffener Wohnraum für die Stadt sei.

Auch bei der Lösung der Raumsituation im Rathausturm gibt es Fortschritte: Die Stadt hat die ehemaligen Räume der Kreisvolkshochschule in der Innenstadt angemietet und richtet dort neue Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden aus dem Rathausturm ein. Damit wird der Weg frei, den Rathausturm zu räumen und in Kürze abzureißen.
Ein weiteres Signal setzt Nordenham im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit. Künftig übernimmt die Stadt Nordenham Aufgaben der Sachbearbeitung für Wohngeld, Asylbewerber-Leistungsrecht, Grundsicherung und Hilfe zum Lebensunterhalt gemäß dem Sozialgesetzbuch aus dem Sozialamt der Gemeinde Butjadingen. Der Bürgermeister sieht darin ein wichtiges Zeichen – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels – um kommunale Strukturen zu stärken und Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger effizienter zu gestalten. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)