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17.07.2026, Lokalredaktion
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Nordenham hat gemeinsam mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Nils Siemen und dem SPD-Landratskandidaten Nils Humboldt die Dienststelle des Johanniter-Ortsverbands Nordenham an der Viktoriastraße besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die vielfältigen Aufgaben der Johanniter, aktuelle Entwicklungen sowie die Frage, wie das ehrenamtliche Engagement künftig besser unterstützt werden kann.
Die Ortsbeauftragte Tina Wessels und ihr Stellvertreter Bennet Neelsen stellten die Arbeit des Ortsverbands vor und beantworteten die Fragen der Besucherinnen und Besucher. Die ehrenamtlich Engagierten übernehmen zahlreiche wichtige Aufgaben für Nordenham und die gesamte Wesermarsch. Dazu gehören insbesondere Sanitätsdienste bei Veranstaltungen. So sind Mitglieder des Ortsverbands in diesen Tagen auch beim Deichbrand-Festival im Einsatz.
Darüber hinaus unterstützen die Johanniter bei Bedarf den Rettungsdienst im Landkreis Wesermarsch und übernehmen für das Land Niedersachsen Aufgaben im Katastrophenschutz. Eine aktive Jugendgruppe führt junge Menschen frühzeitig an Erste Hilfe, Sanitätsdienst und gesellschaftliche Verantwortung heran. Auch die Auslandshilfe des Ortsverbands, die regelmäßig Hilfsgüter nach Osteuropa bringt, wird vollständig ehrenamtlich organisiert.
„Die Johanniter sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Stadtgesellschaft. Ob bei Veranstaltungen, zur Unterstützung des Rettungsdienstes oder im Katastrophenschutz: Die Ehrenamtlichen sind da, wenn ihre Hilfe gebraucht wird“, betont Nils Siemen. „Dieses Engagement verdient nicht nur unseren Dank und unsere Anerkennung. Wir müssen auch dafür sorgen, dass die Menschen möglichst viel Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben haben und nicht durch unnötige Bürokratie ausgebremst werden.“
Im Gespräch wurde deutlich, dass die Bereitschaft zu helfen weiterhin groß ist. Gleichzeitig nehmen Berichtspflichten, Nachweise und weitere bürokratische Anforderungen immer mehr Zeit in Anspruch. Die Ehrenamtlichen wünschen sich deshalb einfachere Verfahren, verlässliche Ansprechpersonen und eine spürbare Entlastung. Die Finanzierung des Ortsverbands setzt sich aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Der größte Teil wird durch Spenden getragen, hinzu kommen Mittel des Landkreises Wesermarsch und des Landes Niedersachsen.
„Der ehrenamtlich getragene Bevölkerungsschutz muss politisch stärker in den Blick genommen werden“, erklärt Landratskandidat Nils Humboldt. „Der Landkreis muss die Hilfsorganisationen verlässlich unterstützen, die Zusammenarbeit fördern und sich dafür einsetzen, dass die Ehrenamtlichen von unnötigen bürokratischen Aufgaben entlastet werden.“
Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Lutz Schubert, bedankt sich für den offenen Austausch: „Tina Wessels und Bennet Neelsen haben uns einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit des Ortsverbands gegeben. Vielen Dank für die herzliche Gastfreundschaft und vor allem für den täglichen Einsatz aller Ehrenamtlichen. Die angesprochenen Wünsche und Herausforderungen nehmen wir mit in unsere politische Arbeit.“
Der Johanniter-Ortsverband Nordenham wurde 1962 von sechs Helferinnen und Helfern gegründet. Seitdem hat sich sein Aufgabenspektrum stetig erweitert. Für die SPD-Fraktion steht fest: Damit diese wichtige Arbeit auch künftig geleistet werden kann, braucht das Ehrenamt Anerkennung, gute Rahmenbedingungen und eine verlässliche finanzielle Unterstützung. (pm/lr – Foto: SPD Nordenham)