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22.03.2026, Lokalredaktion
Der stellvertretende Bürgermeister Uwe Thöle eröffnete die Veranstaltung „Zusammenkunft der Kulturen“ auf dem Marktplatz in Nordenham. Als Schirmherr betonte er die Bedeutung von Vielfalt und Zusammenhalt für eine starke und lebendige Gesellschaft. Sein Dank galt dem Bündnis „Nordenham bleibt bunt“, den beteiligten Vereinen, Initiativen, demokratischen Parteien und den vielen engagierten Menschen, die das Fest möglich gemacht haben.

Dass die Veranstaltung am Internationalen Tag gegen Rassismus stattfand, sei ein bewusst gesetztes Zeichen, so Thöle. Es erinnere daran, dass gegenseitiger Respekt, Offenheit und friedliches Miteinander keine Selbstverständlichkeit seien, sondern täglich neu gelebt und verteidigt werden müssten.

Nordenham zeige eindrucksvoll, wie Zusammenleben gelingen kann: Menschen aus rund 90 Nationen arbeiten gemeinsam, engagieren sich in Vereinen und Projekten, sind Nachbarn, Kollegen – und oft auch Freunde. Sie feiern gemeinsam, helfen einander und gestalten das Leben in der Stadt aktiv mit. Darauf könne man als Nordenhamer stolz sein.

Die „Zusammenkunft der Kulturen“ sei ein lebendiges Beispiel dafür, wie Begegnung gelingen kann: Menschen kommen ins Gespräch, hören Musik, feiern miteinander und bauen Brücken statt Mauern. Gerade in Zeiten rauer gesellschaftlicher Debatten seien solche Orte der Begegnung wichtiger denn je.

Abschließend dankte Uwe Thöle allen, die sich tagtäglich für ein gutes Miteinander einsetzen – in Vereinen, Nachbarschaften, Initiativen und im Stadtrat. Ihr Engagement trage entscheidend dazu bei, dass Nordenham eine offene, solidarische und lebenswerte Stadt bleibe. „Nordenham ist bunt – und wir alle sorgen gemeinsam dafür, dass das so bleibt“, so Thöle.

Sabine Wilmes vom Bündnis „Nordenham bleibt bunt“ lud ein, die einzelnen Stände zu besuchen, ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und gemeinsam diesen Tag zu feiern.

Auf dem Marktplatz waren neben dem Bündnis „Nordenham bleibt bunt“ auch das Arbeitslosenzentrum Nordenham mit dem „Suppenanker“, die Stadt Nordenham, der Verein Refugium Wesermarsch, „Omas gegen Rechts“, das Mehrgenerationenhaus, CSD Wesermarsch, VVN-BdA, die Gewerkschaften ver.di und IG Metall sowie die politischen Parteien SPD, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke, Wählerinitiative Nordenham, die CDU und die Partei vertreten. Sie alle boten Informationen und Mitmachaktionen an.

Daneben wurde auch noch viel Musik geboten. Der ukrainische Frauenchor „Seelenblumen“ in ihren traditionellen Kleidern und Andrés Hernandés spielte klassische und Volkslieder auf der Geige. Eine Kindertanzgruppe des SV Nordenham, „Grazia“ unter der Leitung von Olga Deutsch sorgte ebenfalls für Stimmung unter den Standbetreibern und Besuchern.
Im Laufe des Mittags lugte dann auch noch die Sonne hervor und vertrieb kurz die kalten Temperaturen. Manche wärmten sich an heißen Getränken, Suppe oder Bratwurst auf, andere wiederum tanzten sich warm. Zwischendurch gab es noch Redebeiträge, die alle auf das Thema des Tages abzielten. Und weil Nordenham eine bunte Stadt ist, gab es auf dem Marktplatz auch eine Schminkstation, Henna-Tattoos, eine Farbschleuder, bunte Mandelplätzchen, farbenfrohe Pflanzpakete und vieles mehr. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)