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22.04.2026, Lokalredaktion
Am Glencore-Standort in Nordenham ist der neue Wirbelofen der Zinkhütte erfolgreich in Betrieb gegangen. Damit endet eines der größten technischen Projekte der vergangenen Jahre: die umfassende Modernisierung der Röstung.
Der ursprünglich bis Ende April geplante Stillstand konnte durch den reibungslosen Projektverlauf um eine Woche verkürzt werden. „Der Projektverlauf zeigt eindrücklich, was das Team in Nordenham zusammen leisten kann – über Abteilungen hinweg und unter hohem Zeitdruck“, sagt Adam Purkis, Geschäftsführer von Glencore Nordenham. „Mit dem neuen Wirbelofen stärken wir die Leistungsfähigkeit unseres Standorts nachhaltig.“

Auch Dr. Jörg Buchholz, Chief Project Officer bei Glencore Nordenham, der sich für das Gesamtprojekt verantwortlich zeichnete, zeigt sich zufrieden mit der Umsetzung: „Wir haben zahlreiche komplexe Maßnahmen parallel umgesetzt. Dass wir den Zeitplan sogar unterbieten
konnten, zeigt die hohe Professionalität und das große Engagement aller beteiligten Teams. Für diesen großartigen Einsatz möchte ich mich ausdrücklich bedanken“

Herzstück der Produktion vollständig erneuert
Glencore Nordenham investierte rund 33 Millionen Euro in die Modernisierung der Röstung und in zentrale Verbesserungen angrenzender Anlagen. „Mit der vollständigen Erneuerung des Wirbelofens schaffen wir die Grundlage für eine stabile Produktion“, sagt Dr. Toni Helbig, Betriebsdirektor der Zinkhütte.
Der Wirbelofen ist das Herzstück der Röstung – und damit zentral für die Produktion am Standort. Für den Betrieb der Anlage trägt Betriebsleiter Heiko Zehl die Verantwortung. Auch während des Stillstands spielte er gemeinsam mit seinem Team eine entscheidende Rolle für den sicheren und reibungslosen Ablauf.
„Die Vorbereitung und Koordination eines solchen Projekts ist eine große Herausforderung“, sagt Heiko Zehl. „Umso wichtiger ist, dass alle Arbeiten planmäßig und sicher umgesetzt wurden. Der gesamte Stillstand blieb unfallfrei. Das erfolgreiche Anfahren der Röstung und Kontaktanlage II nach diesem schwierigen Anlagenstillstand verdanken wir unserer guten Zusammenarbeit und der hohen Einsatzbereitschaft aller Beteiligten.“
Stillstand gezielt für technische Verbesserungen genutzt
Der Stillstand wurde gezielt genutzt, um parallel insgesamt mehr als 20 technische Einzelmaßnahmen umzusetzen – unter anderem in der Kontaktanlage, der Abgas- und Wärmerückgewinnung sowie der elektrischen Infrastruktur. Um die Zinkproduktion währenddessen aufrechtzuerhalten, hatte Glencore Nordenham im Vorfeld Röstgut auf Vorrat produziert und eingelagert. Zusätzlich wurde Material aus dem spanischen Schwesterwerk Asturiana de Zinc eingesetzt – ein Vorteil, den die Einbindung in den internationalen Konzern bietet.
Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen Wirbelofens folgt in den kommenden Wochen die schrittweise Stabilisierung und Optimierung des Betriebs. (pm/lr – Fotos: Glencore)