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16.02.2026, Lokalredaktion
Bei seinem Besuch der Zinkhütte Nordenham fand der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Lechner, deutliche Worte zur aktuellen Situation am Standort. Zwar investiert der weltweit tätige Rohstoffkonzern Glencore rund 33 Millionen Euro in einen neuen Wirbelofen sowie weitere Einzelprojekte, doch zwischen Konzernführung und Belegschaft herrsche „Funkstille“. Dies berichtete der Betriebsratsvorsitzende Klaus Garlichs im Gespräch mit Lechner, der auch CDU-Landeschef ist. Selbst das Scheitern der Übernahmeverhandlungen mit Rio Tinto, einem der größten Bergbaukonzerne der Welt, habe die Belegschaft aus den Medien erfahren, so Garlichs weiter.
Der Besuch wurde durch den CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler (Berne) initiiert.
Garlichs verwies zudem auf den von Glencore zugesagten Umweltfonds in Höhe von zehn Millionen Euro. Die Landwirtschaft in der Region blickt mit gemischten Gefühlen auf die Entwicklungen rund um die Bleihütte. Im Nahbereich könnten neue Nutzungsmöglichkeiten entstehen. Doch derzeit herrsche Stillstand. „Hier müssen Glencore und das Umweltministerium endlich Fahrt aufnehmen. Die CDU steht klar zu diesem Prozess und drängt auf eine zügige Umsetzung“, betonte Lechner. Man werde beim niedersächsischen Umweltministerium um Klarheit bitten.
Mit Blick auf den Klimaschutzvertrag unterstrich Lechner die Bedeutung verbindlicher Vereinbarungen. Die jetzt angestoßenen Ersatzinvestitionen seien zwar wichtig, dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur die Klimaschutzverträge den Standort langfristig sichern können. „Die Einhaltung und Umsetzung dieser Verträge ist unerlässlich“, so Lechner. (pm/lr – Foto: Büro Thümler)
Foto: von links – Sebastian Lechner, Klaus Garlichs und Björn Thümler