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16.01.2026, Lokalredaktion
Birgit Beerhost, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, seit einem Jahr jetzt im Amt, blickt auf ein Jahr der Begegnung und der Weiterentwicklung zurück. Mit zahlreichen etablierten und neuen Angeboten, starken Kooperationen und einem wachsenden Netzwerk konnte das Haus seine Rolle als offener Treffpunkt für Menschen aller Generationen weiter festigen.
Stabile Strukturen und vielfältige Angebote
Auch 2025 bildeten langjährige Gruppen das Fundament des Hauses. Die Nähgruppen engagierten sich mit großem Einsatz für soziale Einrichtungen und bedürftige Menschen. Die Wollmäuse, die Bingogruppe und der Ukulele-Stammtisch blieben feste Treffpunkte, ergänzt durch Musiktreff, Generationenchor sowie ukrainische Chöre.
Der monatliche Mittagstisch mit bis zu 26 Teilnehmenden sowie das wöchentliche Kochen für die Wohnungslosenhilfe stärkten Gemeinschaft und Solidarität. Das Repair Café reparierte zahlreiche Alltagsgegenstände und war zusätzlich im AWO Sano in Burhave aktiv.
Schwerpunkt digitale Barrierefreiheit
In der zweiten Jahreshälfte rückte das Thema digitale Teilhabe in den Mittelpunkt. Eine fünfteilige Vortragsreihe, Impulse im Seniorenfrühstück, die Mitarbeit im Präventionsrat sowie eine KI-Veranstaltung in der Jahnhalle vermittelten praxisnahe Informationen und sensibilisierten für digitale Barrieren.
Neue kreative Impulse
Die Werkstatt bot Raum für Kindergeburtstage und Töpferkurse. Neu hinzugekommen sind ein Enkaustik-Angebot sowie eine Schachgruppe für Jugendliche, die das Spektrum sinnvoll erweiterten und neue Zielgruppen erreichten.
Kooperationen und Vernetzung
Das Arbeitslosenzentrum nutzte die Räumlichkeiten im Rahmen des Projekts „Lernen im Quartier“. Das Refugium bot Kinderbetreuung an, während Eltern Deutschkurse besuchten. Der Seniorenstützpunkt organisierte monatliche Frühstücke und öffentliche Vorträge, darunter historische Bildpräsentationen und Informationen zum Projekt LifeGrid.
Weitere Kooperationen bestanden mit der Freiwilligenagentur, der Selbsthilfekontaktstelle sowie dem Senioren- und Behindertenbeirat. Zudem trat das Mehrgenerationenhaus dem Kunstverein bei und präsentierte sich bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen, darunter der Ochsenmarkt in Nordenham.
Angebote für Kinder und Jugendliche
In den Ferien wurden zehn Angebote umgesetzt – von Töpfern über Kochen bis LEGO® Education. Ein besonderes Zeichen setzte Young Caritas mit der „Bank der Vielfalt“, die nun im Eingangsbereich des Hauses steht. Der Kinder-Yogakurs wurde erfolgreich verstetigt.
Herausforderungen und Ausblick
Ein Höhepunkt des Jahres war der Tag der Generationen, der mit Musik, Begegnungen und neuen Netzwerkpartnern die Grundidee des Hauses eindrucksvoll widerspiegelte. Gleichzeitig bleibt die Zukunft des Gebäudes aufgrund offener Sanierungsfragen ungewiss.
Für 2026 setzt das Mehrgenerationenhaus folgende Schwerpunkte:
- Ausbau der Netzwerkarbeit
- Gewinnung und Beteiligung Jugendlicher
- Weiterentwicklung der Angebote im Bereich digitale Barrierefreiheit
Trotz bestehender Herausforderungen blickt Birgit Beerhorst optimistisch in die Zukunft und möchte, dass das Mehrgenerationenhaus auch 2026 ein lebendiger, inklusiver Ort für Menschen aller Generationen bleibt. (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland – Tag der Generationen)