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28.07.2026, Lokalredaktion
Das Museum Moorseer Mühle hat einen wichtigen Schritt zur Modernisierung seines Betriebs vollzogen: Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Kassen- und Eingangsbereichs im ehemaligen Maschinenhaus präsentiert die Einrichtung eine umfassende strukturelle Verbesserung, die sowohl den Besucherkomfort als auch die Arbeitsbedingungen des Teams deutlich stärkt.

Neuer Raum für Besucher – und für professionelle Abläufe
Auslöser des Projekts war die Schließung des früheren Museumscafés im Jahr 2024. Nach mehreren erfolglosen Pächterwechseln und einem letzten Versuch des Rüstringer Heimatbundes musste der Cafébetrieb eingestellt werden. Damit stand dem Museum ein großer, heller Raum zur Verfügung, der nun als moderner Eingangsbereich genutzt wird.
Die Entscheidung für den Umzug war strategisch: Die bisherigen Räumlichkeiten stießen bei steigenden Besucherzahlen – an Spitzentagen dreistellig – an ihre Grenzen. Wartende Gäste standen im Regen, Veranstaltungen wurden gestört, und die Sanitärsituation war unzureichend. Mit dem neuen Standort wurden diese Engpässe vollständig behoben.

Erfüllung aller Auflagen – und bessere Arbeitsbedingungen
Ein weiterer entscheidender Faktor waren die Vorgaben des Gewerbeaufsichtsamts. Der frühere Kassenbereich erfüllte zentrale Anforderungen des Mitarbeiterschutzes nicht: fehlende Pausenräume, keine getrennte Mitarbeitertoilette, kein zweiter Notausgang.
Mit dem Umzug sind nun alle Auflagen erfüllt. Es gibt eine eigene Mitarbeitertoilette, einen Pausenraum in der ehemaligen Café-Küche, zwei Notausgänge für mehr Sicherheit sowie eine weiterte Besuchertoiletten, die Wartezeiten reduzieren. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern stärken auch die langfristige Betriebssicherheit des Museums.
Einladender Empfang und erweiterter Museumsshop
Der neue Eingangsbereich ist großzügig, freundlich und barrierefrei gestaltet – ein professioneller Auftakt für den Museumsbesuch. Gleichzeitig wurde der Museumsshop deutlich erweitert. Er ist inzwischen ein wichtiges wirtschaftliches Standbein des Hauses und bietet ein breites Sortiment, darunter regionale Produkte wie das beliebte Mühlenbrot, das zu den meistverkauften Artikeln zählt.
Investition in Zukunft und Infrastruktur
Das Gesamtprojekt umfasst Kosten von 31.000 Euro. Die Mittel wurden getragen von der Oldenburgische Landschaft (23.250 Euro), der Bürgerstiftung Wesermarsch (2.000 Euro), dem Rüstringer Heimatbund (1.000 Euro) sowie einem Eigenanteil des Museums von rund 5.000 Euro.
Die Investitionen flossen hauptsächlich in Schreinerarbeiten sowie in umfangreiche Elektro- und Erdarbeiten. Da das Gelände ein archäologischer Fundplatz ist, wurden die Baumaßnahmen zudem fachlich begleitet.
Neuer Garderobenbereich löst langjähriges Problem
Mit der Umgestaltung wurde ein zweites, seit Jahren bestehendes Problem gelöst: Der frühere Museumsshop wurde zu einem funktionalen Garderobenbereich umgebaut. Besucher finden dort nun Schließfächer, Garderobenhaken in Erwachsenenhöhe sowie Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen. Damit entfällt das bisherige Improvisieren mit Jackenstapeln und Zetteln an der Museumskasse.
Mit der Neugestaltung des Eingangsbereichs hat das Museum Moorseer Mühle einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft gemacht. Die Maßnahmen verbessern die Besucherführung, stärken die Wirtschaftlichkeit und schaffen professionelle Arbeitsbedingungen. Das Projekt zeigt, wie gezielte Investitionen historische Orte nachhaltig weiterentwickeln können. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: von links – Günther Elchlapp (Bürgerstiftung Wesermarsch), Karsten Hinrichs (Vorsitzender Rüstringer Heimatbund) Landrat Stephan Siefken (Museumsleiterin Gesche Neumann), Torsten Lange (Rüstringer Heimatbund) und Dr. Jörgen Welp (Oldenburgische Landschaft)