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15.12.2025, Lokalredaktion
Bürgermeister und Rat der Stadt Nordenham zogen in der letzten Ratssitzung des Jahres eine positive Bilanz für das Jahr 2025: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Medizinische Versorgung gesichert
Ein zentrales Thema war der Erhalt der stationären medizinischen Versorgung in der nördlichen Wesermarsch. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Beschäftigten, Gewerkschaften und Betrieben setzte sich die Stadt für den Standort des Krankenhauses in Esenshamm ein. Die große Resonanz bei der Informationsveranstaltung im März mit rund 500 Teilnehmenden unterstrich die breite Unterstützung. Ziel bleibt eine wohnortnahe Versorgung in der gesamten Region.
Investitionen in Infrastruktur und Bildung
Im Bereich der städtischen Liegenschaften wurden Sanierungen und Neubauten vorangetrieben. Besonders hob Bürgermeister Nils Siemen die neue Turnhalle in FAH und der Krippenanbau an der Kita Mitte hervor. Beide Projekte stehen für moderne, barrierefreie und klimafreundliche Infrastruktur. Auch die Sanierung mehrerer Sporthallen sowie Neubauten am Bauhof und der Kläranlage wurden erfolgreich umgesetzt.
Stadtentwicklung und Innenstadtförderung
Ein Höhepunkt war die Einweihung des neugestalteten Einswarder Marktplatzes im Mai. Zudem wurde die Innenstadt in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen – mit einem Fördervolumen von rund acht Millionen Euro für die Modernisierung des Marktplatzes und ein Fassadensanierungsprogramm. Parallel wird die Gründung der „NordenHAm Zukunftswerk GmbH“ vorbereitet, die künftig Citymanagement, Standortmarketing und Kultur bündeln soll.
Wohnungsbau und Wirtschaft
Neue Baugebiete wie Tongern II und Phiesewarden sowie die Umnutzung des ehemaligen Krankenhausgeländes schaffen dringend benötigten Wohnraum. Auch die Industrie- und Gewerbeflächenentwicklung verlief positiv, wenngleich die Zukunft der Hüttenstandorte von Glencore Sorgen bereitet. Eine einstimmige Resolution des Rates bekräftigte die Solidarität mit den Beschäftigten.
Weitere Projekte und Finanzen
Zu den laufenden Maßnahmen zählen der Aufbau einer Brauchwasserleitung Richtung Kronos Titan, die geplante Reaktivierung der Bahnstrecke Nordenham–Blexen sowie die Planungen für den Neubau des Anlegers Nord. Die Feuerwehr erhielt neue Fahrzeuge, und der Bau eines Gerätehauses in Abbehausen steht bevor. Trotz angespannter Haushaltslage konnte die Stadt erstmals Zahlungen aus der Kommunalbeteiligung nach § 6 EEG verbuchen – ein Zeichen für den Fortschritt der Energiewende.
Kultur, Partnerschaften und Ausblick
Gut besuchte Veranstaltungen wie das Stadtfest, „Nordenham on Ice“ und das Jubiläum von „Garten & Ambiente“ stärkten das Gemeinschaftsleben. Internationale Begegnungen mit den Partnerstädten Swinemünde, St.-Étienne-du-Rouvray und Peterlee unterstrichen die Bedeutung von Freundschaft und Versöhnung. Für 2026 kündigte der Bürgermeister weitere Projekte an, darunter die Sanierung des Geh- und Radwegs an der Friedrich-Ebert-Straße mit Fördermitteln von rund 719.000 Euro. Abschließend erklärte Bürgermeister Nils Siemen seine erneute Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters.
Fazit: Nordenham hat 2025 trotz Herausforderungen wichtige Fortschritte erzielt. Mit Investitionen in Infrastruktur, Stadtentwicklung und Wohnraum sowie einer starken Gemeinschaft blickt die Stadt zuversichtlich auf das kommende Jahr. (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland)