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29.08.2026, Lokalredaktion
Modernisierung des Bauhofs an der Hansingstraße geht einen weiteren großen Schritt voran
Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Modernisierung des städtischen Bauhofs nimmt Gestalt an: Auf dem Gelände an der Hansingstraße hat die Stadt Nordenham am Donnerstag Richtfest für die neue Werkstatt- und Gewerkehalle gefeiert. Gemeinsam mit Mitarbeitenden des Bauhofs und der Stadtverwaltung, Vertreterinnen und Vertretern des Rates sowie den beteiligten Planern und Unternehmen würdigte Bürgermeister Nils Siemen den erreichten Baufortschritt.

Der Neubau hat eine längere Vorgeschichte. Auf dem Gelände befand sich zuvor eine Rundbogenhalle, die vermutlich aus dem Jahr 1911 stammte und ursprünglich zum Nordenhamer Gaswerk gehörte. 2021 musste ein Teil des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes aufgrund erheblicher baulicher Schäden gesperrt werden. Die Kfz-Werkstatt zog zunächst in eine provisorische Leichtbauhalle um. Im März 2023 wurde die alte Rundbogenhalle schließlich abgerissen.
Damit stellte sich für die Stadt auch die grundsätzliche Frage nach der Zukunft des Bauhofs. Verschiedene Möglichkeiten wurden untersucht und diskutiert. 2024 beschloss der Rat schließlich, den bewährten Standort an der Hansingstraße dauerhaft zu erhalten und den Bauhof innerhalb von rund zehn Jahren in mehreren Bauabschnitten für insgesamt rund 5,9 Millionen Euro zu modernisieren.

„Dieses Richtfest zeigt, wie aus der Entscheidung für den Standort Hansingstraße Schritt für Schritt etwas ganz Konkretes entsteht. Wir investieren hier nicht nur in Gebäude und Technik, sondern vor allem in gute Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag dafür sorgen, dass unsere Stadt funktioniert“, betont Bürgermeister Nils Siemen.
Bessere Arbeitsbedingungen und Betriebsabläufe
Die neue Werkstatt- und Gewerkehalle ist ein zentraler Baustein der Modernisierung. In dem Neubau wird eine Kfz-Werkstatt mit Hebebühne und Arbeitsgrube eingerichtet, in der die Fahrzeuge und Maschinen des Bauhofs künftig gewartet und repariert werden können. Darüber hinaus ziehen unter anderem die Verkehrstechnik, die Maler und weitere Gewerke des Bauhofs in das neue Gebäude ein. Damit werden verschiedene Arbeitsbereiche unter zeitgemäßen Bedingungen gebündelt und die betrieblichen Abläufe verbessert.
Die Kosten für die neue Werkstatt- und Gewerkehalle belaufen sich auf knapp 2,5 Millionen Euro. Damit entfällt ein wesentlicher Teil der insgesamt rund 5,9 Millionen Euro, die für die schrittweise Modernisierung des Bauhofs vorgesehen sind, auf diesen Bauabschnitt.
Ob Straßen und Wege unterhalten, Grünflächen gepflegt, Veranstaltungen vorbereitet oder im Winter die Straßen gestreut werden – vieles, was der Bauhof täglich leistet, wird im Alltag als selbstverständlich wahrgenommen. Die Modernisierung des Standortes soll deshalb nicht nur die technischen Voraussetzungen verbessern, sondern auch den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden erleichtern.
Erste Teile der langfristigen Modernisierung sind bereits abgeschlossen. Dazu gehört das neue Salzlager, das die bisherige provisorische Lösung aus Gerüst und Folie ersetzt. Das Streusalz für den Winterdienst kann dort trocken und geschützt gelagert und schneller verladen werden.
Ebenfalls fertiggestellt ist die neue Betriebstankstelle. Sie ermöglicht einen wirtschaftlicheren Einkauf von Diesel für den städtischen Fuhrpark und ist zugleich ein wichtiger Bestandteil der Katastrophenvorsorge: Im Bedarfsfall stehen Kraftstoffreserven für Fahrzeuge und Notstromaggregate zur Verfügung.
Weitere Bauabschnitte folgen
Nach Fertigstellung der neuen Werkstatt- und Gewerkehalle geht die Modernisierung weiter. Für 2027 ist vorgesehen, die durch den Umzug der Gewerke frei werdenden Bereiche als Lagerflächen zu nutzen. Außerdem soll die bisherige Leichtbauhalle zu einer dauerhaften Lagerhalle ertüchtigt werden.
2028 soll die Tischlerei ertüchtigt werden. In späteren Bauabschnitten sind weitere Fahrzeugunterstände vorgesehen. Den Abschluss der langfristigen Modernisierung soll ein neues Sozialgebäude mit Umkleiden und Duschen bilden.
Parallel investiert die Stadt kontinuierlich in die Modernisierung des Fuhrparks. Jüngstes Beispiel ist die neue Kehrmaschine „Kehrby“, die seit Kurzem für den Bauhof im Stadtgebiet unterwegs ist.
Beim Richtfest dankte der Bürgermeister insbesondere den Mitarbeitenden des Bauhofs, die die Modernisierung bei laufendem Betrieb mittragen, sowie den Mitarbeitenden des Bauverwaltungsamtes für die Planung, Organisation und Begleitung des Projektes. Sein Dank galt außerdem den beteiligten Planungsbüros, Unternehmen und Handwerksbetrieben.
„Ein solcher Modernisierungsprozess ist nur möglich, wenn dafür auch langfristig die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden. Deshalb gilt mein ausdrücklicher Dank dem Rat, der die notwendigen Mittel für die Modernisierung unseres Bauhofs zur Verfügung gestellt und damit eine wichtige Investition in die Leistungsfähigkeit unserer Stadt ermöglicht hat“, so Bürgermeister Nils Siemen. (pm/lr – Fotos: Ivonne Solbrig/Stadt Nordenham)