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28.10.2026, Lokalredaktion
Nach vorübergehender Schließung ist der Secondhandladen des Diakonischen Werkes Wesermarsch wieder für Kundinnen und Kunden da. Ehrenamtliche Unterstützung wird weiterhin gesucht.
Schon vor der Öffnung hatte sich am Dienstagmorgen eine lange Schlange vor dem Second Design in Nordenham gebildet. Um 9 Uhr war es dann so weit: Nach einer vorübergehenden Schließung konnte der Secondhandladen des Diakonischen Werkes Wesermarsch seine Türen wieder öffnen. Die Freude darüber war bei den Wartenden deutlich spürbar. „Wir sind froh, dass der Second Design wieder geöffnet hat“, lautete die einhellige Meinung der Besucherinnen und Besucher.

Seit mehr als 20 Jahren ist der Second Design eine Anlaufstelle für Menschen, die gut erhaltene Kleidung und Accessoires zu erschwinglichen Preisen suchen. Bis 2023 befand sich das Geschäft in der Heiligenwiehmstraße in Einswarden. Heute ist es am Standort des Diakonischen Werkes Wesermarsch in Nordenham angesiedelt, wo auch die Sozial- und Schuldnerberatung angeboten wird.
Gerade in Zeiten, in denen das Geld bei vielen Menschen knapper wird, gewinnt das Angebot zunehmend an Bedeutung. Die Preise beginnen bereits bei zwei Euro. Zum Sortiment gehören Kleidung für Erwachsene, Schuhe, Taschen, Schmuck, weitere Accessoires und Dekorationsartikel. Damit bietet der Second Design eine alltagstaugliche Alternative, die den Geldbeutel schont und zugleich gut erhaltenen Dingen eine zweite Chance gibt.
„Viele Menschen in der Wesermarsch sind auf solche Angebote angewiesen“, sagt Nicole Eilers, Leiterin des Diakonischen Werkes Wesermarsch. „Daher sind wir glücklich darüber, dass wir den Second Design in Nordenham wieder eröffnen konnten.“ Bei der Wiedereröffnung war auch Kreispfarrerin Christiane Geerken-Thomas anwesend.
Dass der Second Design für viele Menschen mehr ist als eine Einkaufsmöglichkeit, zeigt sich auch an der langjährigen Stammkundschaft. Manche Besucherinnen und Besucher schauen regelmäßig vorbei, stöbern durch das Sortiment oder nutzen die Gelegenheit für einen kleinen Plausch. So ist über die Jahre ein Ort entstanden, an dem nicht nur günstige Kleidung, sondern auch persönliche Begegnungen ihren Platz haben.
Damit dieser Treffpunkt erhalten bleibt, engagieren sich derzeit vier Ehrenamtliche für den Ladenbetrieb: Christel Schmidt, Renate Kollmann, Anne Klein und die neu hinzugekommene Regina Steinke. Sie übernehmen die Öffnungszeiten in Zweierteams. Unterstützt werden sie dabei von der Verwaltungsmitarbeiterin Michaela Quaschigroch.
Auch Nicole Eilers steht in engem Austausch mit dem Team. Jeden ersten Montag im Monat kommt sie nach Nordenham, um gemeinsam mit den Ehrenamtlichen zu besprechen, ob Wünsche bestehen oder zusätzliche Unterstützung benötigt wird, damit der Ladenbetrieb reibungslos funktioniert.
Die Wiedereröffnung war notwendig geworden, nachdem der Second Design aufgrund personeller Engpässe Anfang Juli 2026 vorübergehend schließen musste. Während dieser Zeit wurde verstärkt nach ehrenamtlicher Unterstützung gesucht. Die Suche geht auch nach der Wiedereröffnung weiter. Ziel ist es, weitere engagierte Menschen für die Mitarbeit zu gewinnen und dadurch die Öffnungszeiten perspektivisch ausweiten zu können.
Wer gut erhaltene Kleidung weitergeben möchte, kann ebenfalls einen Beitrag leisten: Während der Öffnungszeiten nimmt das Team gewaschene und gut erhaltene Kleidungsstücke entgegen.
Öffnungszeiten des Second Design in Nordenham:
- Dienstag: 9 bis 13 Uhr
- Freitag: 14 bis 17 Uhr
Wer Freude am Umgang mit Menschen hat und sich ehrenamtlich engagieren möchte, ist herzlich willkommen. Denn der Second Design lebt nicht allein von seinem Angebot, sondern vor allem von den Menschen, die ihn mit Leben füllen – im Team ebenso wie auf der anderen Seite des Verkaufstresens. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfofo – von links: Nicole Eilers, Christiane Geerken-Thomas, Regina Steinke, Anne Klein, Michaela Quaschigroch, Christel Schmidt und Renate Kollmann