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03.05.2026, Lokalredaktion
Nordenham treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur konsequent voran – bereits heute sind über 77 Prozent der für 2030 prognostizierten öffentlichen Ladekapazitäten erreicht. Damit gehört die Stadt zu den Kommunen in Niedersachsen, die beim Thema Elektromobilität besonders dynamisch voranschreiten.
Jetzt wurden sie neue Standorte mit insgesamt 18 Ladepunkten (je 22 kW) am Markt in Einswarden (2 Ladepunkte), beim Störtebekerbad (2), am Rathaus (4), beim Theater Fatale (4) sowie am Sportplatz Esenshamm (2) installiert. Die Standorte Fähranleger Blexen (2) und die Weserterrassen (2) folgen in Kürze.
Bereits 2022 war Nordenham Modellkommune bei der Entwicklung eines umfassenden Elektromobilitätskonzepts. Unter der Federführung von Renko Schick entstand damals ein detaillierter Planungsrahmen für die Ladeinfrastruktur der kommenden Jahre. Während das Konzept für 2030 insgesamt 187 Standorte vorsah, lag die Zahl der real existierenden Anlagen zu diesem Zeitpunkt noch im einstelligen Bereich.
Seitdem hat sich die Situation grundlegend verändert. Aktuell verfügt Nordenham über 68 öffentliche Ladepunkte, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen. Damit wurde die ursprünglich für 2030 geplante Anzahl an Ladepunkten bereits zu 150 Prozent erfüllt.
Auch die Ladeleistung wächst: Von klassischen 11‑ und 22‑kW‑AC-Ladern bis hin zu modernen Schnellladestationen mit 50, 150 oder sogar 300 kW ist heute eine breite Mischung verfügbar. Neue Anlagen entstehen unter anderem bei Supermärkten, Gewerbestandorten und auf städtischen Flächen. Zuletzt wurden Ladepunkte bei Penny und beim Jahnparkplatz installiert.
Ein wichtiger Treiber des Ausbaus ist das Unternehmen nonoxx, das in Norddeutschland bereits über 1.500 Ladepunkte betreibt. Das Unternehmen arbeitet eng mit der Stadt Nordenham zusammen und übernimmt den Betrieb zahlreicher neuer Stationen. Neben nonoxx engagieren sich auch weitere Betreiber wie EWE, EnBW, E.ON und verschiedene Handelsunternehmen.
Nordenham ist geprägt von Einfamilienhäusern, Pendlerverkehr und touristischen Gästen. Viele Bürgerinnen und Bürger laden zu Hause – doch für Mieter, Besucher und Reisende sind öffentliche Ladepunkte unverzichtbar. Eine verlässliche öffentliche Infrastruktur schafft hier Entlastung. Auch für Touristen ist die Ladeinfrastruktur ein Standortfaktor: Feriengäste wählen zunehmend Orte, an denen sie unkompliziert laden können.
Renko Schick zeigt auf, dass inzwischen 77 % der für 2030 benötigten Ladekapazität bereits erreicht sind und und mehr als 50 Prozent der geplanten Ladeleistung bis 2030 heute schon vorhanden sind. Neue Schnellladehubs befinden sich in Vorbereitung oder im Bau. Damit ist Nordenham nicht nur im Plan – die Stadt ist weit voraus.
Die Elektromobilität entwickelt sich rasant. Neue Fahrzeugmodelle, steigende Zulassungszahlen und veränderte Nutzergewohnheiten werden die Nachfrage weiter erhöhen. Nordenham reagiert darauf mit einem flexiblen, skalierbaren Konzept und der Bereitschaft, zusätzliche Standorte zu erschließen, sobald Bedarf entsteht.
Die Stadt bleibt damit ein aktiver Gestalter der Verkehrswende – und ein attraktiver Standort für Bürgerinnen, Bürger und Gäste, die auf moderne, nachhaltige Mobilität setzen. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Renko Schick, Andras Kraft (nonoxx) und Bürgermeister Nils Siemen an der Ladesäule vor dem Sörtebekerbad