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02.10.2026, Lokalredaktion
Auszeichnung würdigt vorbildliches Engagement für Umweltbildung, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft
Die Kinder- und Jugendfarm Nordenham ist mit dem Nordenhamer Umweltpreis 2026 ausgezeichnet worden. Bürgermeister Nils Siemen überreichte die Auszeichnung am 1. Oktober 2026 und würdigte damit das langjährige Engagement der Einrichtung für Umweltbildung, nachhaltiges Handeln und die Vermittlung von Verantwortung gegenüber Natur und Tieren.
Die Kinder- und Jugendfarm begleitet seit mehr als 25 Jahren Generationen von Kindern und Jugendlichen. Auf dem Gelände im Seenpark können sie Tiere versorgen, handwerklich arbeiten, die Natur entdecken und Gemeinschaft erleben. Nach Auffassung der Jury verkörpert die Einrichtung in besonderer Weise die Ziele des Umweltpreises.
„Die Kinder- und Jugendfarm steht für das, was wir mit dem Umweltpreis würdigen wollen: Engagement für Nachhaltigkeit, Natur und Umwelt sowie die Fähigkeit, andere dafür zu begeistern, Verantwortung zu übernehmen“, betonte Bürgermeister Nils Siemen in seiner Laudatio.
Der Vorschlag für die Auszeichnung war von Thomas Hundhausen eingereicht worden. Die Jury, bestehend aus Renko Schick, Michael Güttler und Malte Brunssen als Vertreter des Umweltpreisträgers des Vorjahres, dem Butjadinger Fischereiverein, sowie Bürgermeister Nils Siemen, entschied sich einstimmig für die Kinder- und Jugendfarm.
Gegründet wurde die Farm im Jahr 2000 aus einer Initiative des Nordenhamer Präventionsrates. Zu den Wegbereitern gehörten unter anderem Jochen Dudeck, Christian Arnold, Maria Klünner und Holger Ossowski. Mit großem ehrenamtlichem Einsatz entstand auf dem Gelände im Seenpark ein Ort, der bis heute Kindern und Jugendlichen vielfältige Erfahrungen in und mit der Natur ermöglicht.
Besonders gewürdigt wurde die Arbeit von Farmleiterin Martina Berends sowie der zahlreichen Ehrenamtlichen, die den Betrieb der Einrichtung seit vielen Jahren mit großem Engagement unterstützen. Stellvertretend nannte Nils Siemen Edith Sloma, die sich seit mehr als zwei Jahrzehnten auf der Farm engagiert.
Nach Ansicht der Jury zeichnet sich die Kinder- und Jugendfarm insbesondere dadurch aus, dass Umweltbildung hier nicht theoretisch vermittelt, sondern praktisch gelebt wird. Kinder lernen Verantwortung im Umgang mit Tieren, entdecken ökologische Zusammenhänge unmittelbar in der Natur und erfahren Nachhaltigkeit beispielsweise durch Reparieren, Wiederverwenden und kreatives Arbeiten mit vorhandenen Materialien.
Auch über die regelmäßige Farmarbeit hinaus wirkt die Einrichtung in die Stadtgesellschaft hinein. Schulen und Kindertagesstätten nutzen das Gelände für Projekte und Besuche. Allein bei den diesjährigen Nordenhamer Forschertagen konnten über 280 Kinder naturwissenschaftliche und handwerkliche Erfahrungen sammeln.
Die Stadt Nordenham unterstützt die Kinder- und Jugendfarm jährlich finanziell. Darüber hinaus ist die Einrichtung auf Spenden sowie die Unterstützung von Unternehmen, Serviceclubs und privaten Förderern angewiesen. Dadurch bleibt das Angebot für die Kinder kostenlos.
Als sichtbares Zeichen der Auszeichnung soll Ende Oktober auf der Streuobstwiese am Heetweg gemeinsam ein Obstbaum gepflanzt werden. Er wird künftig an die Verleihung des Nordenhamer Umweltpreises 2026 erinnern. (pm/lr – Foto: Stadt Nordenham)
Titelfoto: Bürgermeister Nils Siemen stehend Jurymitglieder vom Vorstand des Butjadinger Fischereiverein (Gewinner des letzten Umweltpreises) u.a. Michael Güttler (1.Vorsitzender), auf der anderen Seite vom Plakat stehen Renko Schick (Energie- und Technologiemanager), Thomas Hundhausen (der die Farm nominiert hat) sowie Farmleiterin Martina Berends und Team mit Farmtieren.