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13.09.2026, Lokalredaktion
„Wirtschaft im Gespräch“ zu Gast bei Harmuth CNC-Frästechnik und Harmuth Werbetechnik
Wie aus Tüftelei in einem kleinen Bauernhaus ein international tätiger Sondermaschinenbauer wurde, erfuhren jetzt rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus der Nordenhamer Wirtschaft, von Banken und Behörden. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Nordenham hatte im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Wirtschaft im Gespräch“ zu Harmuth CNC-Frästechnik und Harmuth Werbetechnik eingeladen.
„1993 erfolgten die Betriebsgründung und die sich anschließende Tüftelei in einem kleinen Bauernhaus“, erinnerte Firmengründer und Geschäftsführer Andreas Harmuth bei der Begrüßung an die Anfänge des Unternehmens. Der gelernte Flugzeugbauer startete zunächst mit der Firma Harmuth Folienbeschriftung. 1997 wurden mit der vorübergehenden Gründung der Harmuth GbR Lackierungen und Werbetechnik zusammengeführt.
Aus den Anforderungen der Kunden entwickelte sich schließlich ein völlig neues Geschäftsfeld. Für die Werbetechnik konstruierte Andreas Harmuth zunächst eine eigene Fräsmaschine. Als zunehmend Anfragen nach dieser Maschine eingingen, begann er, einfach bedienbare Fräsanlagen zu entwickeln und zu bauen, die individuell auf die jeweiligen Anforderungen der Kunden zugeschnitten werden konnten.
Der wachsende Kundenstamm, immer speziellere Anforderungen und größer werdende Anlagen machten 2008 den Bau eines neuen Produktionsgebäudes erforderlich. Mit steigender Mitarbeiterzahl und wachsendem Maschinenpark folgte 2020 der nächste Schritt: Die neuen Produktionshallen für Fräs- und Werbetechnik auf der östlichen Seite der Martin-Pauls-Straße wurden bezogen. 2025 nahm das Unternehmen dort zudem eine neue Lagerhalle in Betrieb.
Heute entwickelt, produziert und vertreibt Harmuth CNC-gesteuerte Fräsanlagen. Angeboten werden individuell und bedarfsgerecht ausgestattete Anlagen in drei Grundtypen – darunter Einsteiger- und Profimodelle – sowie der dazugehörige Service. In den vergangenen 20 Jahren wurden mehr als 600 Anlagen an rund 500 Kunden im In- und Ausland ausgeliefert.
„Es ist schon beeindruckend, wie sich das Unternehmen aus kleinsten Anfängen mit Beharrlichkeit, fortlaufenden Innovationen und steter Kundenorientierung zu einem international erfolgreichen Sondermaschinenbauer entwickelt hat“, betont Bürgermeister Nils Siemen.
Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Betriebsteile erhielten die Gäste anschließend einen unmittelbaren Einblick in die Fertigung. Der Ablauf beim Bau der Sondermaschinen wurde erläutert und die Funktionen der Anlagen anschaulich demonstriert.
Auch die Werbetechnik gehört weiterhin zum Leistungsspektrum des Unternehmens. Dazu zählen unter anderem Fahrzeugbeschriftungen, Digitaldruck und Folienplots sowie Beschilderungen und LED-Werbung für Firmen- und Privatkunden.
Wirtschaftsförderer Jürgen B. Mayer sieht in dem inhabergeführten mittelständischen Unternehmen ein Beispiel dafür, welche Innovationskraft in der Nordenhamer Wirtschaft steckt. Aufgrund seiner Leistungsfähigkeit und seines internationalen Erfolgs bezeichnet er Harmuth als einen „Hidden Champion“, der vielen vor Ort in dieser Form bislang kaum bekannt sein dürfte.
Die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft im Gespräch“ wird von der Wirtschaftsförderung der Stadt Nordenham organisiert. Sie bietet Unternehmen und weiteren Akteuren aus der lokalen Wirtschaft die Möglichkeit, Nordenhamer Betriebe näher kennenzulernen, Einblicke in deren Entwicklung und Leistungsfähigkeit zu erhalten und miteinander ins Gespräch zu kommen. (pm/lr – Foto: Wirtschaftsförderung)