Sie können uns unterstützen

25.01.2026, Lokalredaktion
In Nordenham wächst bei vielen Menschen der Frust über Politik und Stadtentwicklung. Aussagen wie „Die machen doch eh nichts“, Kritik am Zustand des Stadtbildes oder Unverständnis über kommunale Ausgaben prägen zunehmend den Alltag. Wo Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind und Dialog fehlt, entstehen Rückzug und Misstrauen.
Vor diesem Hintergrund fand am Donnerstag, 22. Januar 2026 von 17 bis 18 Uhr, im Café Lohmann, in
Nordenham, ein Austausch zu aktuellen Herausforderungen der Demokratie auf kommunaler Ebene
statt. Teilgenommen haben der Bundestagsabgeordnete Timon Dzienus (Bündnis 90/Die Grünen), der SPD-Landratskandidat Nils Humboldt sowie Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses Nordenham bleibt bunt. Organisiert wurde das Treffen von Jittakron Heinrich, Ortsverbandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Nordenham.
Ziel des Treffens war es, diesen Frust ernst zu nehmen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen konkrete Alltagsfragen, etwa zur Wahrnehmung kommunaler Handlungsfähigkeit, zum Zustand des öffentlichen Raums oder zum Umgang mit öffentlichen Mitteln.
„Unsere Aufgabe ist es, solche Gesprächsräume zu schaffen und offen zu halten“, betonte Timon Dzienus, „Gerade auf kommunaler Ebene könne Demokratie dann wirken, wenn Menschen das Gefühl
haben, gehört zu werden.“
Auch die Zusammenarbeit demokratischer Kräfte vor Ort wurde betont. Nils Humboldt hob hervor, wie wichtig niedrigschwellige und offene Formate sind, in denen politische Akteure gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Gerade bei Themen, die den Alltag direkt betreffen, brauche es mehr Austausch, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, Verantwortung gemeinsam zu tragen. Viele Herausforderungen ließen sich nur im Miteinander lösen.
Für Jittakron Heinrich stand dabei vor allem der menschliche Aspekt im Vordergrund. Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, anzufangen, Gesprächsräume in Nordenham zu stärken und über Lösungen zu diskutieren. Politik könne nah am Alltag der Menschen gestaltet werden, wenn Fragen aufgegriffen, Gespräche geführt und Vertrauen aufgebaut werden. Zum Abschluss verständigten sich die Beteiligten darauf, den Austausch fortzusetzen und weitere Gesprächsformate zu prüfen. (pm/lr – Foto: Nils Humboldt)