Sie können uns unterstützen

10.05.2026, Lokalredaktion
Für Sarah Schubert, Dirk Schumann und Dima war es am Freitagabend gleich eine doppelte Premiere: Die Drei standen erstmalig auf einer Bühne, um Theater zu spielen und gleichzeitig feierten sie mit ihren Theaterkollegen die Premiere des neuen Stücks der Niederdeutschen Bühne Nordenham „Nordenham, Douze Points!“

Autor und Regisseur der Musikrevue ist Philip Lüsebrink aus Hamburg, der bereits zum dritten Mal mit der Niederdeutschen Bühne Nordenham ein Stück inszenierte.
Worum geht es in dem Stück, das das Premierenpublikum immer wieder zu Lachern hinriss, das lauthals mitsang und am Ende nicht nur minutenlang stehend Applaus spendete, sondern auch immer wieder nach Zugaben verlangte.

Schrill, schriller und jede Menge Glitzer, so beginnt die Sitzung des ESC-Fanclubs auf der Bühne im Dorfkrug, in Abbehausen. Weil die Fans ja ihre Musik so sehr lieben, haben sie sich bei diesem Treffen auch entsprechend kostümiert. Glitzerkleider, Pompoms, Hippie-Outfit und markante Gesichtsbemalung, die auf Rock-Musik-Liebhaber hindeuten, bilden eine buntes Allerlei auf der Bühne.
Was folgt ist eine Reise durch die musikalischen Beiträge des ESC. Das Publikum, gleich als Mitglieder bei dem abendlichen Treffen mit eingebunden, darf gerne mitsingen. So zumindest lautet die Ansage der Akteure. Und dann soll auch noch kräftig applaudiert werden, um anschließend, durch ein Messgerät zu ermitteln, welcher ESC-Song der Lieblingshit des Publikums ist. Hier darf das Publikum schon sehr gespannt sein.


Gerade laufen die Proben in Wien für den 70. ESC, also Grund genug, ein wenig durch die Geschichte zu reisen. 1956 gewann Lyss Assia mit ihrem Lied „Refrain“ den ersten ESC. Weiter ging es mit „Puppet on a String“ von Sandie Shaw aus dem Jahr 1967. Schon bei den ersten Liedern hatte die Darsteller-Crew das Publikum voll im Griff. Und beim 1973er Siegerhit von Abba „Waterloo“ sangen dann auch zahlreiche Zuschauer mit.

Selbstverständlich gehörten zum Repertoire der „Sängerinnen und Sänger“ auf der Bühne auch „Hold me now“ von Johnny Logan, „Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebtein, „Blue Johnny Blue“ von Lena Valeitis, „Ein bisschen Frieden“ von Nicole bis hin zum letzten Siegersong Deutschlands mit „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut.
Die Fans vom ESC sangen auf Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch und begeisterten das Publikum. Vor allem nach der Pause hatten sich die Darsteller freigesungen und gaben voller Leidenschaft ihr Bestes. Die Zuschauer hatten einen überaus vergnüglichen Abend und zollten den Darstellern viel Applaus.
Am Ende wurde auch noch das Siegerlied – anhand des Applauses – bekanntgegeben und mit „Waterloo“ noch einmal gefeiert. Wenn der Regisseur an diesem Abend nicht auf humorvolle Weise das Publikum nach Hause geschickt hätte, dann wären noch immer weitere Zugaben gefordert worden.
Die weiteren Aufführungen im „Dorfkrug Abbehausen“, Beginn jeweils um 19.30 Uhr, sind am 10., 12., 13., 15., 20., 21 und 22. Mai. Die Aufführung am 16. Mai beginnt bereits um 18 Uhr. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)