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06.02.2026, Lokalredaktion
Mit einem prall gefüllten Jahresbericht, 54 Einsätzen und der Aussicht auf ein neues Feuerwehrhaus hatte die Ortsfeuerwehr Ovelgönne ihre Jahreshauptversammlung im Hotel „König von Griechenland“. Ortsbrandmeister Alexander Scheermann begrüßte neben den zahlreich erschienenen Kameradinnen und Kameraden auch die Gäste aus Politik, Verwaltung und Rat: Gemeindebrandmeister Torsten Schattschneider, den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Sascha Dargel, Kreisbrandmeister Ralf Hoyer, Bürgermeister Sascha Stolorz, den zuständigen Sachbearbeiter Kay Blankenstein sowie die Ratsmitglieder Dieter Kohlmann, Carsten Osterloh, Heiko Ideler, Gerold Hauerken, Meike Stegie, Ute Lampe-Hülsmann und von der Öffentlichen Versicherung Maximilian Feig.
Bereits der Einstieg machte deutlich: 2025 war kein Routinejahr, sondern geprägt von zahlreichen Projekten und Veränderungen. Der Ortsbrandmeister sprach von einem „arbeitsreichen Jahr“, in dem die Ovelgönner Kameradinnen und Kameraden, neben den Einsätzen, wöchentlich Dienst leisteten und zusätzlich in mehreren Facheinheiten aktiv waren. So engagieren sie sich unter anderem auf Landkreisebene in der Drohnengruppe, im Umweltzug und in der Verpflegungseinheit und kommen so auf insgesamt über 7000 Einsatz- und Dienststunden. Hinzu kommen nochmals rund 1000 Stunden für die Ausbildung und Unterstützung der Jugendfeuerwehr. Besonders stolz ist die Ortsfeuerwehr auf ihre 21 einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger, damit kann weit mehr als die Hälfte der Aktiven im Innenangriff eingesetzt werden.
Ein Höhepunkt des Jahres war der Start der neuen AED-Gruppe. Parallel dazu zeigte sich die Wehr erneut als feste Größe im Dorfleben: vom Maibaumsetzen über Brandsicherheitswachen, Umzugsbegleitungen und Brandschutzerziehungen bis hin zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen.
Für Gesprächsstoff sorgt in Ovelgönne seit Längerem das Feuerwehrhaus, nun kommt Bewegung in das Projekt. Gemeindebrandmeister Torsten Schattschneider berichtete über die im Jahr 2025 erreichten Meilensteine und die einstimmige Bewilligung des Baus im Rat. Ein Baustart im Frühjahr 2026 wird erhofft. Zuvor hatte bereits Bürgermeister Sascha Stolorz darauf verwiesen, dass Rat und Verwaltung die Notwendigkeit erkannt und geschlossen einen Beschluss für das rund drei Millionen Euro teure Vorhaben gefasst hätten. Die Ortsfeuerwehr betonte in diesem Zusammenhang ausdrücklich ihre Dankbarkeit gegenüber Rat und Verwaltung der Gemeinde für die konstruktive Zusammenarbeit, das offene Ohr für die Belange der Feuerwehr und die verlässliche Unterstützung auf dem Weg zu modernen Rahmenbedingungen.
Kreisbrandmeister Ralf Hoyer würdigte vor allem die Konstanz und die Stärke der Ovelgönner Wehr. Zugleich machte er deutlich, wie wichtig gute Rahmenbedingungen sind: Neben modernen Geräten und zeitgemäßen Gerätehäusern brauche es eine solide Ausbildung, auch wenn die Lehrgangssituation im Landkreis und auf Landesebene weiterhin angespannt sei. In Bezug auf den Vorfall vom 27. Dezember 2025, bei dem Kameraden der Feuerwehr Ovelgönne mit Lebensmitteln beworfen wurden, stellte er klar, dass Gewalt gegen Einsatzkräfte nicht hingenommen werde und solche Vorfälle konsequent zur Anzeige gebracht werden müssen.
Auch innerhalb der Wehr wurden wichtige Weichen gestellt: Michael Störk wurde von den anwesenden Kameraden und Kameradinnen erneut zum Jugendfeuerwehrwart gewählt, Jana Michaelis übernimmt kommissarisch das Amt der stellvertretenden Jugendfeuerwehrwartin. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden erhielten neue Dienstgrade, die im Rahmen einer Umstellung nun stärker an Dienstzeit und absolvierten Lehrgängen ausgerichtet sind.
Bei den Ehrungen wurde die langjährige Treue zur Feuerwehr besonders hervorgehoben: Für 25-jährige Mitgliedschaften wurden unter anderem Christoph Logemann und Michael Störk ausgezeichnet. Zudem erhielt der stellvertretende Ortsbrandmeister Dominik Wache die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes.
Mehrfach betonten die Verantwortlichen an diesem Abend auch den wachsenden Rückhalt aus der Bevölkerung. Ob durch Spenden, anerkennende Worte oder respektvollen Umgang im Einsatz: Die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger werde sehr geschätzt und sei für die ehrenamtlich Aktiven ein wichtiger Antrieb.
Zum Schluss richtete Ortsbrandmeister Scheermann den Blick auf das Jahr 2026, in dem neben dem hoffentlich beginnenden Neubau des Feuerwehrhauses auch Blutspendetermine, der Gemeindefeuerwehrtag und das Kreiszeltlager in Berne auf dem Terminplan stehen. Mit einer engagierten Mannschaft, einer starken Jugendfeuerwehr und zahlreichen Aufgaben bleibt die Ortsfeuerwehr Ovelgönne damit ein unverzichtbarer Bestandteil des Gemeindelebens. (pm/lr – Foto: FF Ovelgönne)