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28.05.2026, Lokalredaktion
Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle und Wohnungsbau Wesermarsch schaffen Zukunftsort für gemeinsames Leben im Alter
Mit der feierlichen Grundsteinlegung am Mittwochnachmittag wurde ein weiterer Meilenstein für das inklusive Seniorenwohnprojekt der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle gesetzt. Nach dem Spatenstich im vergangenen Herbst entsteht nun in der Gemeinde Ovelgönne ein Ort, der Selbstbestimmung, Gemeinschaft und gelebte Inklusion verbindet.

„Wir schaffen hier ein Zuhause für die Zukunft – einen Ort, an dem Menschen mit und ohne Handicap selbstverständlich zusammenleben können“, betonte Ilka Morr, Geschäftsführerin der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle. Das Projekt vereint moderne Seniorenwohnungen mit einer Kindertagespflegegruppe und einer Außenstelle des Familienservicebüros – „Alt und Jung unter einem Dach“. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie soziale Verantwortung: „Wir bauen mit Blick auf kommende Generationen und investieren bewusst in Qualität und langlebige Materialien“, so Morr, die zudem darauf hinwies, dass im Sommer nächsten Jahres dort die ersten Bewohner einziehen können.

Auch Landrat Stephan Siefken würdigte das Vorhaben als wegweisend für die Modellregion Inklusion in der Wesermarsch: „Mit dieser Grundsteinlegung entsteht ein Fundament – im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Hier wächst ein Ort, an dem Menschen im Alter sicher und mitten in der Gemeinschaft leben können.“ Er hob die enge Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und der Wohnungsbau Wesermarsch (WBW) hervor, die ihre Erfahrung im barrierefreien Wohnungsbau einbringt und moderne, lebensnahe Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen und Unterstützungsangeboten schafft.

Regina Neuke, Geschäftsführerin der Wohnungsbau Wesermarsch, ergänzte: „Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass dieses Projekt Wirklichkeit wird. Wir freuen uns, dass die ersten Interessenten bereits konkrete Mietangebote erhalten haben.“ In einer Zeitkapsel, die im Fundament des Gebäudes versenkt wurde, sind Baupläne und symbolische Gegenstände enthalten – verbunden mit den Wünschen der Beteiligten für ein Haus der Vielfalt, Toleranz und Gemeinschaft. „Vielleicht wird man sich in 70 Jahren wundern, dass wir das damals überhaupt erwähnenswert fanden“, sagte Neuke mit Blick auf die Zukunft.

Mit dem Spruch „Eine Brücke ist der Mensch – zwischen Vergangenheit und Zukunft. Im Augenblick wird er selbst zur Brücke„, vorgetragen von Anne Mareike Wieters, Vorstand der Stiftung und Leitung Wohnen, gemeinsam mit Bewohner Hergen Bauer, endete der feierliche Akt der Grundsteinlegung.

Musikalisch wurden die Feierlichkeiten von Darbietungen des Mühlenensembles umrahmt, bei dem auch erstmalig Dirk Brüers (wbw) mit seinem Akkordeon mitgespielt hat.
Das inklusive Wohnprojekt soll im kommenden Jahr bezugsfertig sein. Es steht für ein Miteinander, das Generationen verbindet und zeigt, wie gutes Leben im Alter aussehen kann – selbstbestimmt, nachhaltig und gemeinschaftlich. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)