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26.08.2025, Lokalredaktion
Bei einem Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Bastian Ernst und des CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler in Ovelgönne, machten Vertreter der Landwirtschaft auf drängende Herausforderungen aufmerksam. Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Kreislandvolksverbands Wesermarsch, übermittelte eine klare Botschaft: Die geplante Wiedervernässung von Mooren und die zunehmende Regulierung durch EU-Vorgaben gefährden die wirtschaftliche Existenz vieler Betriebe in der Region.
„Die Küstenlandwirtschaft steht unter massivem Druck“, erklärte Padeken. Besonders die Wiedervernässung entwässerter Moorflächen – ein zentraler Bestandteil der Klimaschutzstrategie – bedrohe produktive Grünlandflächen, die für die Viehhaltung und die regionale Wertschöpfung sehr wichtig seien. Padeken warnte vor weitreichenden Folgen für Einkommen, Arbeitsplätze und Vermögenswerte im ländlichen Raum.
Auch die Natura-2000-Schutzgebiete im Küstenbereich schränken die Bewirtschaftung zunehmend ein. Padeken forderte, Grünland müsse als wirtschaftlich tragfähiger Bestandteil der Transformation anerkannt und in politischen Entscheidungsprozessen zentral berücksichtigt werden.
Neben den ökologischen Maßnahmen kritisierten die Landwirte die ausufernde EU-Regulierung. „Es werden utopische Ziele formuliert, die mit der Realität vor Ort kaum vereinbar sind“, so Padeken. Die Folge: Resignation in der Branche. Einige Betriebe überlegten bereits, sich aus Förderprogrammen zurückzuziehen oder sich umzustrukturieren.
Bastian Ernst zeigte sich offen für die Anliegen und versprach, die Forderungen nach verlässlichen Rahmenbedingungen und langfristigen Perspektiven in die politische Debatte einzubringen. Die Bedeutung der Küstenregion für die nationale Ernährungssicherheit dürfe nicht unterschätzt werden – Deutschland sei bereits Netto-Importeur von Lebensmitteln.
Titelfoto – Büro Thümler (von links): Dr. Karsten Padeken (Vorsitzender Kreislandvolkverband Wesermarsch), CDU-Landtagsabgeordneter Björn Thümler, CDU-Bundestagsabgeordneter Bastian Ernst, Dirk Hanken (Vorstandsmitglied Kreislandvolkverband), Gerd Oncken (Vorstandsmitglied Kreislandvolkverband) und Tjade Gronau (stellvertretender Geschäftsführer des Kreislandvolksverband)