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08.05.2026, Lokalredaktion
Drei stark beschädigte Kirchenbücher aus den Kirchspielen Strückhausen und Oldenbrok konnten jetzt erfolgreich restauriert werden. Die Bände, die Zeiträume zwischen 1811 und 1902 abdecken, sind zentrale Quellen für Familienforschung, regionale Geschichte und kirchliche Dokumentation. Aufgrund ihres Alters und ihres schlechten Erhaltungszustands bestand dringender Handlungsbedarf: Seiten waren gerissen, gelockert oder mussten neu eingeklebt werden.
Die Restaurierung wurde von einem spezialisierten Buchrestaurator in Leipzig durchgeführt. Neben der Stabilisierung der Seiten wurde auch ein Einband erneuert, ohne den historischen Charakter zu verfälschen. Die Bücher sind inzwischen vollständig zurückgekehrt und wieder im Kirchenbüro, in Oldenbrok, einsehbar. Dort werden sie in einem feuerfesten Aktenschrank aufbewahrt.
Die Gesamtkosten der Restaurierung beliefen sich auf rund 3.500 Euro. „Ein Großteil wurde durch die Johann-Henrich-Stiftung getragen, die 2.900 Euro übernahm“, informierte Rolf von Minden, Mitglied des Gemeindekirchenrates. Die restliche Summe wurde durch die Bürgerstiftung Wesermarsch ergänzt.
Christoph Hartz vom Vorstand der Bürgerstiftung Wesermarsch betonte, wie wichtig diese Förderung ist, da viele Gemeinden solche Projekte allein nicht stemmen könnten.
Die restaurierten Kirchenbücher dokumentieren Taufen, Trauungen und Beerdigungen über mehrere Generationen hinweg. Sie sind damit ein unverzichtbarer Bestandteil der regionalen Erinnerungskultur. Auch für die Familienforschung spielen sie eine große Rolle. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die Bücher, um ihre Familiengeschichte nachzuvollziehen – ein Interesse, das in der Region seit Jahren wächst.
Die restaurierten Bände bleiben weiterhin im Kirchenbüro einsehbar, allerdings unter sorgfältigen Bedingungen. Langfristig wird geprüft, ob zusätzliche Digitalisierungen sinnvoll sind, um die empfindlichen Originale zu schützen. Pastorin Katja Röker, Rolf von Minden (Foto: Mitte) und Christoph Hartz sind sich einig: Die Restaurierung war ein wichtiger Schritt, um das historische Erbe der Kirchengemeinde zu bewahren und für kommende Generationen zugänglich zu halten. (Foto und Text: Kerstin Seeland)