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11.10.2026, Lokalredaktion
Bei wechselhaftem Wetter und passend zum Welthospiztag ist am Sonnabend ein weiterer bedeutender Meilenstein auf dem Weg zum stationären Hospiz Wesermarsch erreicht worden: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Nachbarn, Vereinsvertreter sowie Mitglieder des Fördervereins Stationäres Hospiz Wesermarsch kamen zusammen, um den symbolischen Spatenstich für das geplante Hospizgebäude in Ovelgönne zu feiern.

Bereits die große Zahl der Gäste machte deutlich, welch hohe Bedeutung das Vorhaben für die Wesermarsch besitzt. Für die musikalische Begleitung sorgte der Generationenchor des Mehrgenerationenhauses Nordenham, der der Veranstaltung einen würdigen und zugleich herzlichen Rahmen verlieh.
Zur Begrüßung zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Stationäres Hospiz Wesermarsch, Mark Castens, sichtlich bewegt. Angesichts der vielen Besucher sprach er von einem besonderen Moment für alle Beteiligten. Zugleich erinnerte er an die intensive Vorbereitung der vergangenen Tage.

Besonders die rechtzeitige Fertigstellung der Baustraße habe ihn bis zuletzt beschäftigt. Noch wenige Tage vor der Veranstaltung sei ungewiss gewesen, ob die Zufahrt rechtzeitig fertiggestellt werden könne. Die Erleichterung sei daher groß gewesen, als die Arbeiten schließlich erfolgreich abgeschlossen wurden.
Dabei habe die Baustraße nicht nur eine praktische Funktion für die nun beginnenden Bauarbeiten. Mark Castens erinnerte daran, dass im Vorfeld insbesondere die Anwohner ihre berechtigten Sorgen hinsichtlich des Baustellenverkehrs geäußert hätten. Durch die nun geschaffene Zufahrt könne verhindert werden, dass schwere Baufahrzeuge durch die Wohngebiete fahren müssen. Dies sei ein wichtiger Beitrag, um die Belastungen für die Nachbarschaft möglichst gering zu halten.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Udo Stallkamp, blickte in seinen Ausführungen auf die Unterstützung zurück, die das Projekt seit Jahren erfährt. Dabei erwähnte er auch die Schirmherrin des Fördervereins, die bekannte Sängerin Inga Rumpf, die ursprünglich an der Veranstaltung teilnehmen wollte. Krankheitsbedingt musste sie ihre Teilnahme jedoch kurzfristig absagen.
Anschließend richtete der Vorsitzende gemeinsam mit seinem Stellvertreter den Blick auf den eigentlichen Anlass des Tages. Mit dem symbolischen Spatenstich wurde öffentlich sichtbar, dass aus einer langjährigen Vision nun Schritt für Schritt Realität wird. Noch handelt es sich um einen symbolischen Akt, doch für die Mitglieder des Fördervereins markiert er den Beginn einer neuen Bauphase und damit einen weiteren großen Fortschritt auf dem Weg zum stationären Hospiz in der Wesermarsch.
Die große Resonanz zeigte eindrucksvoll, wie stark das Projekt in der Region verankert ist. Seit Jahren engagieren sich zahlreiche Menschen dafür, einen Ort zu schaffen, an dem schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in ihrer letzten Lebensphase begleitet werden können.
Nach dem offiziellen Teil nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Bei Getränken und Grillwurst wurden Erinnerungen an den langen Weg der Planung geteilt, gleichzeitig aber auch Hoffnungen und Erwartungen für die Zukunft formuliert. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr, dem Hospizdienst des Diakonischen Werkes Wesermarsch, dem Landkreis und dem Träger sowie den beiden Vorsitzenden erfolgte der symbolische Spatenstich