Stadland – 350 Jahre Seefelder Kirche: Ein Jubiläum voller Geschichte, Glauben und Gemeinschaft
24.08.2026, Lokalredaktion
Mit einem festlichen Gottesdienst und zahlreichen Gästen aus Gemeinde, Region und Politik wurde am Wochenende das 350‑jährige Bestehen der Seefelder Kirche gefeiert. Pastorin Bettina Roth und Bürgermeister Harald Stindt würdigten in ihren Ansprachen die lange Geschichte des Gotteshauses, seine Bedeutung für das Dorf und die Menschen sowie die Verantwortung, dieses Erbe in die Zukunft zu tragen.
Ein Raum, der seit 350 Jahren Leben begleitet
Pastorin Roth eröffnete die Feierlichkeiten mit einem Blick auf die bewegte Geschichte der Kirche, die 1676, vor nunmehr 350 Jahren, feierlich geweiht wurde. Seitdem ist sie Ort für Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Konfirmationen und Abschiede – ein Raum, der das Leben feiert und Menschen in wichtigen Momenten begleitet. Die Pastorin erinnerte daran, dass die Ausstattung der Kirche über Generationen hinweg durch die Gemeinde selbst getragen wurde.
Ein Blick in die Geschichte
In ihrer Ansprache nahm Pastorin Roth die Festgemeinde mit auf eine kleine Zeitreise durch die Jahrhunderte. Sie erinnerte an die politischen und gesellschaftlichen Umstände zur Bauzeit, an die Entwicklung der Kirche und an die Menschen, die das Gotteshaus über Generationen geprägt haben. Auch die Veränderungen im Verhältnis von Kirche und Staat, die Herausforderungen der Gegenwart und die Frage nach den eigenen Wurzeln fanden Platz in ihrer Predigt.
Die Kirche als lebendiger Baum
Pastorin Roth verglich die Seefelder Kirche mit einem Baum, der seit 350 Jahren Früchte trägt – durch Gruppen, Kreise, Ehrenamtliche und Gemeindeleben. Sie dankte allen, die die Kirche mit Leben füllen: vom Frauenkreis über die Bücherei bis hin zu Kinderchor, Krabbelgruppe und Konfirmandenarbeit. Zum Jubiläum wurde eine Kollekte für ein sehr praktisches Anliegen gesammelt: „Es braucht hier etwas völlig Simples wie eine Toilette.“ Die Gemeinde hofft, dieses Projekt bald umsetzen zu können.
Bürgermeister Harald Stindt: Kirche und Gemeinde gehören zusammen
Bürgermeister Stindt betonte die enge Verbindung zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde. Er würdigte das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die die Kirche und das Gemeindeleben tragen. „Sie fragen nicht, was sie dafür bekommen, sondern was sie für ihre Kirchengemeinde tun können.“ Mit einem historischen Verweis auf die frühen Jahre Seefelds und einem herzlichen Glückwunsch schloss Stindt seine Rede: „Ich wünsche uns allen, dass wir dieser Kirche ganz viel Leben weiterhin eintauchen… und sie über die nächsten Jahrzehnte nicht leichtfertig aufgeben.“
Ein Fest der Dankbarkeit und Zuversicht
Die Feierlichkeiten machten deutlich, wie tief die Seefelder Kirche im Dorf verwurzelt ist, als Ort des Glaubens, der Gemeinschaft und der Geschichte. Mit Dankbarkeit für die vergangenen 350 Jahre und Zuversicht für die Zukunft blickt die Gemeinde nun auf die kommenden Jahrzehnte dieses besonderen Gotteshauses.
Den Abschluss fanden die Feierlichkeiten im und vor dem Gemeindehaus. Hier wurden verschiedene kulinarische Speisen und Getränke angeboten. Zudem boten die Räumlichkeiten Raum für Austausch. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)