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13.07.2026, Lokalredaktion
Mitglieder des Arbeitskreises Wesermarsch (AkW) haben sich bei einem Besuch vor Ort über die drei Zwischenlager am Standort und die Arbeit der BGZ informiert. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Maßnahmen, mit denen die BGZ die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle in Unterweser heute und in Zukunft gewährleisten wird.
Die Aufbewahrungsgenehmigung für die hochradioaktiven Abfälle im Brennelemente-Zwischenlager Unterweser ist auf 40 Jahre befristet und endet 2047. Da zu diesem Zeitpunkt kein Endlager für diese Abfälle zur Verfügung stehen wird, bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung auf die notwendige verlängerte Zwischenlagerung vor. „Wir werden die Abfälle bis zur Abgabe an ein Endlager hier am Standort sicher aufbewahren“, betonte Standortleiter Christian Otter bei einem Rundgang durch das Brennelemente-Zwischenlager. Außerdem informierte er die Vertreter*innen der Umweltschutzorganisation über laufende Projekte, durch die der Betrieb des Zwischenlagers vom Kernkraftwerk abgekoppelt wird, darunter die Errichtung eines eigenen Wach- und Funktionsgebäudes.
Beim Blick in die beiden Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle tauschten sich die Gäste mit den BGZ-Vertreter*innen außerdem über die Entsorgungsperspektive für die dort gelagerten Stoffe aus. Dabei handelt es sich überwiegend um Betriebs- und Rückbauabfälle aus dem Kernkraftwerk Unterweser. „In den 2030er Jahren werden wir mit der Abgabe der Behälter an das Endlager Konrad beginnen, das derzeit gebaut wird“, erläuterte Standortkommunikator Jonas Wingert. „Die dafür notwendigen Vorbereitungen und Arbeiten bündeln wir zentral in einem eigens dafür gegründeten Logistikbereich“, so Wingert weiter.
Hans-Otto Meyer-Ott vom Arbeitskreis Wesermarsch sagte im Anschluss an den Besuch: „Es ist gut, dass wir uns hier vor Ort einen persönlichen Eindruck von der verantwortungsvollen Arbeit der BGZ machen konnten. Die proaktive und offene Kommunikation sowie der Austausch mit der BGZ als Zwischenlagerbetreiberin fördern das Vertrauen in den schwierigen, aber notwendigen Prozess der sicheren Entsorgung der nuklearen Abfälle.“ (pm/lr – Foto: Jonas Wingert/BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung)