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16.09.2026, Lokalredaktion
In der Einwohnerfragestunde der jüngsten Ratssitzung hat Ummo Wedelich eindringlich auf den anhaltenden Rattenbefall im Ortsteil Hartwarden hingewiesen. Er sprach dabei nicht nur für sich selbst, sondern für zahlreiche Nachbarn und Anwohner des Hartwarder Schulpadds, darunter viele ältere Menschen aus dem dortigen Seniorengebiet.
Ummo Wedelich schilderte, dass private Gegenmaßnahmen bereits seit Jahren durchgeführt werden – von Köderboxen über das Entfernen von Sträuchern bis hin zur Beauftragung privater Schädlingsbekämpfer. Trotz dieser Bemühungen treten Ratten weiterhin auf, „sogar am helllichten Tage“, wie er betonte. Videos aus Wildkameras belegen die Aktivität der Tiere auf mehreren Grundstücken.
Zentrale Anliegen der Bürger
Ummo Wedelich formulierte mehrere Fragen an die Gemeinde, die sich auf die Meldepflicht, die Bekämpfung auf öffentlichen Flächen, die Information der Bevölkerung und mögliche Unterstützung für Privatpersonen beziehen:
- Meldepflicht Rattenbefall – Viele Bürger wissen nicht, dass ein Befall gemeldet werden muss.
- Bekämpfung auf öffentlichen Flächen – Welche Maßnahmen laufen aktuell im Bereich Hartwarden und darüber hinaus?
- Informationskampagne – Plant die Gemeinde eine gezielte Aufklärung?
- Unterstützung der Bürger – Gibt es organisatorische oder finanzielle Hilfen, um eine flächendeckende Bekämpfung zu ermöglichen?
Gemeinde bestätigt: Bekämpfung läuft bereits – im gesamten Gemeindegebiet
Bürgermeister Harald Stindt stellte klar, dass die Gemeinde bereits seit Jahren professionelle Schädlingsbekämpfungsfirmen beauftragt, und zwar nicht nur in Hartwarden, sondern im gesamten Gemeindegebiet Stadland.
Die jährlichen Kosten für diese Maßnahmen liegen zwischen 12.000 und 18.000 Euro. Dazu gehören Einsätze auf öffentlichen Flächen, im Kanalnetz sowie an bekannten Problemstellen.
Mit Blick auf die geschilderten Fälle kündigte Harald Stindt an, die Situation erneut zu prüfen und die bestehenden Maßnahmen gegebenenfalls zu intensivieren.
Bedeutung einer einheitlichen Vorgehensweise
Ummo Wedelich wies darauf hin, dass der Befall nicht von Einzelgrundstücken ausgehe, sondern das gesamte Umfeld betreffe. Eine koordinierte Bekämpfung sei daher entscheidend, um zu verhindern, dass sich das Problem „von Grundstück zu Grundstück weiterträgt“. Die Gemeinde nahm die Hinweise auf und sicherte zu, die Fragen sowie mögliche Maßnahmen im Sitzungsprotokoll festzuhalten. (Foto und Text: Kerstin Seeland)