Stadland – Dienstgradumstellung aller vier Stadlander Feuerwehren in der Markthalle Rodenkirchen
06.09.2026, Lokalredaktion
In der Markthalle Rodenkirchen hat die Freiwillige Feuerwehr Stadland am Sonnabend einen besonderen Meilenstein begangen: die zentrale Dienstgradumstellung aller vier Ortsfeuerwehren. Erstmals wurden dabei auch die Alterskameraden in das neue Dienstgradsystem überführt, ein Schritt, der lange nicht möglich schien.
Ein historischer Moment für die Stadlander Feuerwehr
Gemeindebrandmeister Robert König eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die 72 Kameradinnen und Kameraden, Alterskameraden sowie Gäste aus Rat und Verwaltung. Er betonte die Bedeutung des Tages, der ursprünglich im Rahmen der Jahreshauptversammlungen stattfinden sollte. Verzögerungen bei der Lieferung der neuen Dienstgrade hatten jedoch eine Verschiebung notwendig gemacht.
Mit der neuen niedersächsischen Feuerwehrverordnung, die im April des vergangenen Jahres in Kraft trat, sei nun die Grundlage geschaffen, alle Feuerwehrangehörigen einheitlich umzustellen. König erläuterte zudem den organisatorischen Ablauf des Abends und die große Zahl der Beteiligten: 72 Feuerwehrleute erhielten neue Schulterklappen.
Grußworte
Stadlands Bürgermeister Harald Stindt würdigte die Bedeutung der gemeinsamen Veranstaltung und betonte die beeindruckende Wirkung der neuen Dienstkleidung. Er erinnerte daran, dass die Idee eines gemeinsamen Termins aus der Kameradschaft selbst entstanden sei und nun einen würdigen Rahmen bilde.
Er nutzte die Gelegenheit, um die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Gemeinderat und Feuerwehr hervorzuheben. In den vergangenen fünf Jahren seien vier Feuerwehrhäuser in Rodenkirchen, Seefeld, Reitland und Schwei entstanden oder modernisiert worden – ein außergewöhnlicher Kraftakt für eine Gemeinde dieser Größe.
Der stellv. Ortsbrandmeister Manuel Schomaker und Ortsbrandmeister Kim Klinkenberg aus Schwei beim Tauschen der Dienstgrade
Auch die Bedeutung der Feuerwehr für große Veranstaltungen wie den Rodenkircher Markt mit bis zu 150.000 Besuchern verwies der Bürgermeister. Die neue Dienstkleidung stärke das professionelle Auftreten und die Zusammengehörigkeit der Wehren.
Landrat Stephan Siefken: „Der Mensch steht im Vordergrund“
Landrat Stephan Siefken betonte die persönliche Verbundenheit zur Feuerwehr. Die neue Dienstgradstruktur sei Ergebnis der landesweiten Angleichung an Berufsfeuerwehren – doch trotz neuer Bezeichnungen bleibe das Wesentliche unverändert. „Hinter neuen Namen, hinter neuen Schulterklappen steckt zum Glück immer noch der gleiche Mensch darunter.“
Er dankte den Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft, die Ausbildungsbereitschaft und die geopferte Freizeit. Er erinnerte an einen Brand in Achterstadt, den er selbst während eines Urlaubs miterlebt hatte, und hob die Verlässlichkeit der Stadlander Einsatzkräfte hervor.
Die Feuerwehrausschuss-Vorsitzende Monika Hirdes drückte ihre Freude darüber aus, dass bei der Dienstgradumstellung in diesem Rahmen auch die Alterskameraden bedacht wurden. Ferner drückte sie ihre Wertschätzung gegenüber den Feuerwehrleuten aus, die sich zum Wohl für andere einsetzen.
Zeremonie der Dienstgradumstellung
Nach einem gemeinsamen Buffet übernahmen die Ortsbrandmeister und ihre Stellvertreter der Feuerwehren Rodenkirchen, Reitland, Seefeld und Schwei die praktische Umstellung: Die neuen Schulterklappen wurden ausgegeben und angebracht – ein sichtbares Zeichen des neuen Kapitels innerhalb der Stadlander Feuerwehr.
Mit der neuen Dienstkleidung und der einheitlichen Dienstgradstruktur beginnt für die Freiwillige Feuerwehr Stadland ein neues Kapitel, das im kommenden Jahr mit der Feier „60 Jahre Jugendfeuerwehr Rodenkirchen“ einen weiteren Höhepunkt finden wird. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)