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09.11.2025, Lokalredaktion
Das Hamburger Streicherquartett Eklipse, das am Sonnabend bereits zum dritten Mal Gast in der Schweier Kirche war, begeisterte mit seiner instrumentalen Interpretation von Pop- und Rocksongs und verwandelte den Altarraum in eine konzertante Bühne.

Auch wenn die vier Musikerinnen zu Beginn mit ihrer Gothic-inspirierter Kleidung ein wenig „düster“ wirkten, spielten sie mit ihrem musikalischen Konzept schnell in die Herzen des Publikums. Eklipse ist ein rein instrumentales Ensemble, dessen Stil sich nicht in einem Genre festschreiben lässt, denn hier trifft Neoklassik auf Popkultur. Mit ihrem klassischen Instrumenten, Violine, Viola und Cello hauchen sie Pop- und Metalsongs neues Leben ein.
Melancholische und auch dramatische Arrangements lassen die Stücke dunkel wirken und zum Outfit der Band passen. Die Bühnenshow war eher zurückhaltend, aber die Lichtshow unterstrich die Songs stimmungsvoll auf mystische Weise.
Das Repertoire an diesem Abend reichte in der mit 260 Besuchern ausverkauften St. Secundus Kirche von „Enjoy the silence“ von Depeche Mode, über „Flowers“ von Miley Cirus und „Radioactive“ von Imagine Dragons bis zu „Cry me a river“ von Justin Timberlake und „Fallen leaves“ von Billy Talent, Das Temperament und die Energie, die von den vier Musikerinnen ausging, übertrug sich schnell auf das Publikum, das sich auch hier teilweise nicht auf den Stühlen halten konnte. Es wurde getanzt, geklatscht und am Ende ließen die Zuschauer die Band erst nach zwei Zugaben gehen.
Als musikalischen Einstieg in den Abend spielte die lokale Band „Deichfieber“. Die Band macht Musik zwischen Pop und Hardrock, aber auch Lieder, die einfach Spaß machen. Bei „Vielleicht noch in diesem Jahr“ beschreibt die Planungsfreude von Frauen und wie Männer damit umgehen, denn schließlich steht ein Mann zu seinem Wort, dass er die Aufgaben erledigt, nur wann, das ist hier die Frage. Bei „Wann ist das passiert?“ stellt sich die Frage, wann Schlafen wichtiger wurde, als Party machen. Und natürlich durfte auch der Deichfieber-Hit „Hier im Norden“ auch nicht fehlen. Da gab es dann auch beim Publikum kein Halten mehr und alle standen, sangen Mit und schwenkten die Handys.
Vor dem Konzert und in der Pause versorgten Mitglieder des Kirchbauvereins die Gäste mit Getränken und Snacks. Beide Bands sorgten für einen tollen musikalischen Abend unter dem Motto „Magisches Licht“, der den Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Organisiert hatte das Konzertevent Berek Lehmann, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Barbara Siedler. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Eklipse