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05.10.2025, Lokalredaktion
In der vergangenen Woche hatten die Seefelder LandFrauen zu ihrem alljährlichen Schnupperabend mit Gästen eingeladen. Zahlreiche Mitglieder und Interessierte folgten dieser Einladung. Das Abendbrotbuffet zu diesem Anlass war wieder sehr abwechslungsreich und reichhaltig. Die Mitglieder hatten alle etwas Leckeres dazu beigesteuert.
Nach ausgiebigem Schlemmen hörten die Anwesenden einen Vortrag des NABU Experten Rüdiger Wohlers. Der NABU organisiert Reisen in Gebiete abseits der touristischen Pfade, mit viel Natur. Rüdiger Wohlers berichtete den LandFrauen über eine Reise nach Masuren (Polen).
Die erste Station der Reise war Danzig, dann ging es weiter aufs Land. In Krutynia, einem Dorf mit knapp 300 Einwohnern, wurde Quartier bezogen. Die Landfrauen sahen beeindruckende Bilder von Alleen, glasklaren Seen und Flüssen als auch seltenen Tieren. Rüdiger Wohlers schwärmte von der Natur in Masuren, so weit das Auge reichte. Keine Industrie und keine Wohnbebauung störten die vollkommene Stille am Morgen. Lediglich Kuckuck, Wiedehopf und Pirol waren zu hören.
Auf den Weißstorch, den NABU-Wappenvogel, ging er besonders ein, denn diese gibt es in Masuren noch in Mengen. „Jeder fünfte europäische Storch ist ein Pole“. Bei den Reisen ging es auch zur „Wolfsschanze“, dem Teil eines Bunkersystems, ausgestattet mit 10 Meter dicken Betonwänden, das der Tarnname für ein militärisches Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht war. Heute ist es ein Naturschutzgebiet, in dem unter anderem zahlreiche Fledermäuse beheimatet sind. Auch Biebrza, Polens größter Nationalpark im Nordosten des Landes, war eine Station der Reise. (pm/lr – Foto: Verein)