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07.02.2026, Lokalredaktion
Ortsbrandmeister Lars Stratmann konnte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rodenkirchen neben den Feuerwehrleuten auch Bürgermeister Harald Stindt, die Feuerwehr-Ausschuss-Vorsitzende Monika Hirdes, Vertreter des Rates aller Fraktionen, Gemeindebrandmeister Robert König und dessen Stellvertreter Jürgen Hahn sowie Maximilian Feig von der Öffentlichen begrüßen.
Den Jahresrückblick stellte der stellvertretende Ortsbrandmeister Eike von Lienen vor: Die Rodenkircher Feuerwehrleute absolvierten in 2025 22 Hilfeleistungen, 13 Brandeinsätze, 11 Fehlalarme, sowie einen Brandsicherheitsdienst und fünf Brandschutzerziehungen in den Stadlander Kitas. Derzeit besteht die Freiwillige Feuerwehr Rodenkirchen aus 56 Aktiven, 18 Alterskameraden sowie 36 Mitglieder der Kinder- und 23 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sie leisteten insgesamt 11.291 Dienst- und Einsatzstunden. Zahlreiche Stunden sind auch die Dienste rund um den Anbau des Feuerwehrhauses geflossen, der in diesem Jahr mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden soll.
Lars Stratmann richtete noch einen Appell an die Verwaltung, dass die geplante Sirene auf dem Dach des Feuerwehrhauses bis zum Rodenkircher Markt einsatzfähig ist, damit im Bedarfsfall darüber alarmiert werden kann.
Befördert wurden während der Versammlung Marcel Haan und Fritz-Joachim Lohe zu Feuerwehrmännern und Jesco Hoffman zum Hauptfeuerwehrmann.
Geehrt wurden Oberfeuewehrmann Aaron Möller (10 Jahre), Oberbrandmeisterin Fenja Rohde (20 Jahre), 1. Hauptfeuerwehrmann Holger Naß (Nds. Ehrenzeichen für 25 Jahre), Oberbrandmeister Jürgen Rohde (LFV Nds. Abzeichen für 50 Jahre), Hauptbrandmeister Siegmar Wollgam und 1. Hauptfeuerwehrmann Dieter Kinast (Verdienstmedaille des OFV in Silber).
Im Laufe des Abends gab Bürgermeister Harald Stindt einen umfassenden Überblick über personelle Veränderungen im Rathaus, laufende Projekte und zentrale Herausforderungen des kommenden Jahres. Dabei betonte er die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Rat, Verwaltung und den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr.
Die Feuerwehr bleibt ein zentraler Pfeiler der Gemeinde. Neben der Fertigstellung des Feuerwehrhauses in Seefeld stehen weitere Investitionen an. Neue Fahrzeuge wurden bereits beschafft oder befinden sich in der Ausschreibung. Die Gemeinde erhält hierfür umfangreiche Fördermittel, unter anderem vom Innenministerium.
Auch die Sicherheitsanforderungen für Veranstaltungen haben sich weiter verschärft. Beim Hafenfest in Absen und anderen Großveranstaltungen werden künftig umfassende Sicherheitskonzepte umgesetzt – von Absperrungen bis hin zu Zufahrtssicherungen. „Die Erfahrungen des vergangenen Jahres zeigen, dass die Maßnahmen greifen, auch wenn Optimierungspotenzial besteht“, unterstrich Harald Stindt.
Für dieses Jahr ist zudem eine gemeinsame Veranstaltung aller aktiven Feuerwehrmitglieder in der Markthalle geplant – eine Tradition, die früher bereits bestand und nun wiederbelebt wird.
Neben den Feuerwehrstandorten investiert die Gemeinde weiter in ihre Bildungsinfrastruktur. In Rodenkirchen wird die Ganztagsschule ausgebaut, um ab dem kommenden Schuljahr eine ganztägige Betreuung inklusive Mittagsverpflegung sicherzustellen. Auch in Seefeld entstehen neue Räumlichkeiten für den Ganztagsbetrieb.
Das Gebäude der Feuerwehr ist nahezu fertiggestellt. Die Dachsanierung steht als nächster Schritt an; erste Angebote liegen bereits vor. Die Verwaltung rechnet mit Gesamtkosten von rund 140.000 bis 150.000 Euro. Langfristig erwartet die Gemeinde deutliche Einsparungen bei Unterhalt und Betriebskosten.
Trotz hoher Investitionen und einem Defizit blickt die Gemeinde finanziell optimistisch auf das Jahr 2026. Durch Nacharbeiten in der Haushaltsführung der Jahre 2014 bis 2022 konnte zudem eine Rücklage von rund zwei Millionen Euro aufgebaut werden, die nun entlastend wirkt. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass Investitionen in Infrastruktur und Feuerwehr notwendig und sinnvoll seien – auch wenn parallel Einsparungen, etwa bei freiwilligen Angeboten, schwer zu vermitteln sind.
Zum Abschluss hob Harald Stindt die hervorragende Zusammenarbeit mit Orts- und Gemeindekommando hervor. Die Feuerwehr sei bestens ausgestattet, hoch engagiert und ein unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinde. Verwaltung und Rat sicherten weiterhin volle Unterstützung zu.
Abschließend trug der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jürgen Hahn noch die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2025 vor. Die Feuerwehren der Gemeinde Stadland rückten in 2025 zu 66 Hilfeleistungen, 18 Bränden und 23 Fehlalarmen aus. Dienst- und Einsatzstunden schlugen insgesamt mit 31.384 Stunden zu Buche. Derzeit bestehen die Feuerwehren aus 60 Kindern, 47 Jugendlichen, 67 Alterskameraden sowie 179 Aktiven. (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland)