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18.01.2026, Lokalredaktion
„Achtung am Bahnsteig, der Zug fährt ein und macht einen Stopp in Sürwürden. Nicht aussteigen – nur angucken“, hieß es am Freitagabend bei der Premiere des neuen Theaterstücks der Theatergruppe Sörwürden-Alse, in der Gaststätte „Kiek mol rin“, in Sürwüden.

Vor vollbesetztem Saal ging es nach dem Sektempfang gleich los zum Interlux-Express in Richtung „Champus“. An Bord des Zugs jede Menge illustre Gäste. Unter ihnen auch das Paar Kati (Beate Arens) und Rudolf (Jörg Meyer), die auch endlich im Zug angekommen sind. Die Beiden haben an diesem Tag noch Besonderes vor. Schauplatz des Ganzen: das Bistro im Zug, in dem es überaus „freundliches“ Personal und dazu noch lauwarme Speisen gibt.

Das Gaunerpärchen Kati und Rudolf warten einen ruhigen Moment ab und überfallen das Bordbistro, vielleicht nicht unbedingt so, wie es der Zuschauer aus Kriminalfilmen kennt, sondern ein wenig anders.

Und dann hätte so schön sein können, doch auf einmal müssen sich die Räuber auf eine Störung im Zugverkehr einstellen, die die Pläne dieses der beiden Räuber komplett über den Haufen wirft. Denn die Station, an der der Zug üblicherweise halten soll, wird nicht angefahren, der Zug fährt einfach weiter. Jetzt heißt es zu improvisieren.

Die Zugfahrt geht mit humorigen Ansagen weiter. Die Gäste im Zug sind illuster und sorgen immer wieder für Lacher. Während nach und nach die Gäste im Bistro auftauchen und das Publikum humorvoll unterhalten, werden die Räuber immer nervöser. Nun soll auch noch die Polizei in den Zug kommen und nach der Beute suchen, die sich ja noch immer im Zug befinden muss.

Das Gaunerpärchen muss jetzt unbedingt das Geld verstecken, denn es darf natürlich nicht bei ihnen gefunden werden. Also was tun? Welches Versteck ist das Beste? Wo kommt keiner vom Personal oder Gästen dran? Denn schließlich haben der steif wirkende Schaffner Herr Wagner (Rolf Warnke) und auch die gelangweilte und genervte Bistromitarbeiterin Gertrud (Irmgard Hellmers) Augen und Ohren überall.
Wo das Geld am Ende landet und wer sich dann am Ende ins Fäustchen lacht, das können die Zuschauer bei einer der nächsten Aufführung selbst herausfinden. Die Komödie in drei Akten von Bernd Spehling sorgt auf jeden Fall für viele Lacher.

Auch die beiden Neulinge Marit Lohe, die die ‚Radsportlerin“ verkörpert und Frank Moorth als Enkel ‚Harvey‘, der eine wirklich gelungene Besetzung für den „Kleinen“ ist, haben sie sich gut in das Team der Darsteller integriert. Unter der Regie von Marina Bruns und Jens Horstmann hat die Theatergruppe Sürwürden/Alse wieder ein tolles Stück auf die Bühne gebracht. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)