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15.07.2026, Lokalredaktion
In der Ratssitzung der Gemeinde Stadland am Donnerstag, 9. Juli 2026, zog Bürgermeister und Rat eine positive Bilanz der vergangenen fünf Jahre kommunaler Arbeit. Zahlreiche Investitionen, Modernisierungen und Projekte prägen das Bild einer Gemeinde, die sich sichtbar weiterentwickelt hat.
Investitionen und Modernisierung
Seit 2022 wurden alle Feuerwehrstandorte instand gesetzt, neue Fahrzeuge beschafft und die technische Ausstattung für Krisensituationen verbessert. Auch die Markthalle Rodenkirchen wurde umfassend modernisiert und mit einer neuen Küche ausgestattet. In den Dorfgemeinschaftshäusern und Kindergärten erfolgten bauliche Verbesserungen, darunter neue Fußböden, Decken und Außengelände. Besonders hervorzuheben ist die Installation von raumlufttechnischen Anlagen in allen Schulen und Kitas – ein Projekt mit einem Volumen von rund 1,2 Millionen Euro, das fristgerecht abgeschlossen wurde.
Die Schulstandorte Seefeld und Rodenkirchen werden weiter ausgebaut, ebenso die Großsportanlage Rodenkirchen, deren Sanierung weitgehend abgeschlossen ist. Auch die Straßenunterhaltung bleibt ein Schwerpunkt: jährlich fließen rund eine halbe Million Euro in die Pflege und Erneuerung der Wege.
Starke Zusammenarbeit und Digitalisierung
Bürgermeister und Rat betonten den engen Schulterschluss zwischen Verwaltung, Ehrenamt und Politik als Erfolgsfaktor. Die Gemeinde habe sich organisatorisch und personell neu aufgestellt, digitale Verfahren eingeführt und die Kommunikation über soziale Medien und Newsletter ausgebaut. „Wir machen Fortschritte sichtbar – und das ist Teil moderner Verwaltung“, so der Bürgermeister. Die positive Resonanz aus der Bevölkerung zeige, dass die Maßnahmen Wirkung entfalten.
Soziales und Bildung
Die Kitas der Gemeinde sind inzwischen voll besetzt und stabil im Betrieb – ein Erfolg angesichts des Fachkräftemangels. Für die Kita Deichkinder, in Kleinensiel, konnte der Bürgermeister vermelden, dass ab Sommer 20 Plätze belegt sind. Die Kinder kommen aus Kleinsiel und weiteren Ortsteilen der Gemeinde.
Auch im Jugendzentrum Domino wird das Angebot ausgebaut: Ab August 2026 soll eine zusätzliche pädagogische Kraft eingestellt werden, um die Betreuung zu stärken.
Beschlüsse und neue Projekte
Der Rat beschloss unter anderem, dass das Andelfest des Bürgervereins Augustgroden mit 600 Euro Förderung und dass die vier Bürgervereine in Rodenkirchen für ihren Wagenbau zum Umzug des Rodenkircher Marktes jeweils mit 600 Euro unterstützt werden.
Die Gemeinde Stadland hat die aktualisierte Vereinbarung mit dem Landkreis Wesermarsch zur Sicherstellung der Ganztagsbetreuung ab 2026 beraten. Die Verwaltung bestätigt, dass die kalkulierten Pauschalen aufgrund erhöhter Grundsummen und aktualisierter Anbieterangebote auskömmlich sind. Stadland wird die Ferienbetreuung über Drittanbieter sicherstellen. Mit dem Landkreis wurde eine Evaluation nach einem Jahr vereinbart, um die tatsächlichen Kosten und Bedarfe erneut zu prüfen. Dies wurde vom Rat so beschlossen.
Ebenfalls beschloss der Rat die Finanzierung der Ferienbetreuung, die durch Zuschüsse des Landkreises und durch Beiträge der Eltern erfolgt. In welchem Umfang diese Summen ausreichend sind, um dauerhaft eine Ferienbetreuung sicherzustellen, muss nach spätestens einem Schuljahr überprüft werden.
Bei der Besetzung der Gesellschafterversammlung für die Interkommunale Gewerbepark Wesermarsch GmbH, bei der die Interessen der Gemeinde Stadland in den nächsten fünf Jahren vertreten werden, konnte Bürgermeister Harald Stindt nicht gewählt werden, da er einer der beiden Geschäftsführer der Gesellschaft ist. Nach mehreren Wahldurchgängen – geheim und offen – wurde jetzt Horst Wieting gewählt, zu seinem Stellvertreter Hans Schwedt. Allerding wird der neue Rat ab Oktober 2026 wieder einen neuen Vertreter wählen müssen, da Horst Wieting nicht wieder für den Gemeinderat kandidiert. Voraussichtlich wird die Gesellschafterversammlung bis zu diesem Zeitpunkt einmal zusammenkommen.
Ausblick
Mit dem Sommer verabschiedet sich der Rat in eine kurze Pause – verbunden mit einem Dank an alle Ehrenamtlichen, Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürger, die die Entwicklung der Gemeinde mitgestalten. „Wir haben viel bewegt – und das gemeinsam“, fasste der Bürgermeister zusammen. (Foto und Text: Kerstin Seeland)