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28.06.2026, Lokalredaktion
Der Gemeinderat Stadland hat in seiner Sitzung am Donnerstag eine Reihe organisatorischer, finanzieller und sozialer Themen beraten. Die Sitzung verlief überwiegend sachlich und konstruktiv – mit einigen deutlichen Positionierungen zu kommunalen Herausforderungen.
Vorstellung des neuen Geschäftsführers der Sozialstation
Zu Beginn stellte sich der neue Geschäftsführer der Sozialstation, Jan Hoffmann, vor und präsentierte die Arbeit des Verbundes, der die Gemeinden Butjadingen, Stadland, Rastede und weitere Kommunen umfasst.
Wahlhelferpauschale wurde geändert
Die Wahlhelferpauschale wurde angepasst. Dies beschloss der Rat einstimmig. Somit erhalten die Wahlhelfer/Innen als Entschädigung 50 Euro. Der/die Vorsitzende und sein/e Stellvertreter/In erhalten für die Einweisung/Belehrung den halben Satz, somit 25 Euro.
Marktgebühren: Wirtschaftlichkeitsprüfung statt Schnellschuss
Intensiv diskutiert wurde die Frage der Gebühren für die Wochenmarktbeschicker, insbesondere im Hinblick auf Verschiebungen einzelner Markttage. Bürgermeister Harald Stindt betonte, dass zunächst zwei Schritte notwendig seien: zum Einen der Vergleich mit anderen Kommunen, um sicherzustellen, dass Stadland nicht über dem regionalen Niveau liegt und zum Anderen eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, ob der Aufwand für Einzug und Verwaltung der Gebühren überhaupt im Verhältnis zu den Einnahmen steht. Eine mögliche Option sei, den Platz künftig kostenfrei bereitzustellen und lediglich Stromkosten abzurechnen – sofern die Kommunalaufsicht dies mitträgt. Die Entscheidung wird erst nach Abschluss der Prüfung fallen; eine Satzungsänderung ist wahrscheinlich.
Vereinbarung mit dem Landkreis zur Sicherstellung des Ganztagsbetriebs
In zwei Wochen soll eine eigene Ratssitzung stattfinden, um die aktualisierten Berechnungen der Entschädigungen für die Gemeinden zu beraten. Positiv wurde aufgenommen, dass der Landkreis seine Berechnungsgrundlage überarbeitet hat: Statt eines zu niedrigen Stundensatzes von 14 Euro wurde nun ein realistischer Wert angesetzt. Die Gemeinden kommen damit „knapp raus“ und signalisieren Zustimmung.
Ganztagsschulen: Zusätzliche pädagogische Stellen für drei Jahre
Jede Schule erhält für den Übergang in den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung eine zusätzliche pädagogische Stelle für drei Jahre, die von der Gemeinde finanziert wird. Danach soll das Land den Ganztagsanspruch vollständig tragen.
Budgetanpassungen für Grundschulen und Ganztag
Die Ausstattung der Grundschulen Seefeld und Rodenkirchen wurde einstimmig beschlossen. Da zu Jahresbeginn noch keine belastbaren Zahlen vorlagen, wird das Budget nun für das erste Halbjahr angepasst.
Mittagessen im Rahmen der Ganztagsbetreuung für die Grundschule Rodenkirchen
Im Rahmen der Gewährleistung der Ganztagsbetreuung ist die Gemeinde Stadland verpflichtet, ein Angebot für ein tägliches warmes Mittagessen vorzuhalten. Für den Einzugsbereich der Grundschule Rodenkirchen kann dies in der Mensa der Oberschule geschehen. Für die Mensa der Oberschule bedeutet dies einen zusätzlichen Aufwand, der sich in Kosten für die Bewirtschaftung, für Beschaffungsmaßnahmen und für Personal niederschlägt. Durch die Teilnahme der Kinder aus der Grundschule Rodenkirchen wird der überwiegende Teil der Nutzer gestellt. Die Finanzierung ist im Haushalt 2026 sichergestellt. Die Verwaltung wurde von dem Rat mit dem Abschluss der Vereinbarung beauftragt.
Senioren- und Behindertenbeirat: Einstimmige Unterstützung nach kontroverser Diskussion
Im Vorfeld gab es deutliche Diskussionen über die geplante Kürzung einer Aufwandsentschädigung. Nach klaren Hinweisen aus der Verwaltung auf die bisherige Arbeit des Beirats wurde der Beschluss schließlich einstimmig gefasst – inklusive ausdrücklicher Wertschätzung für den Beirat.
Mitteilungen der Verwaltung: Gewerbeschau, Termine und Kindertagesstätten
Der Bürgermeister informierte über kommende Veranstaltungen, darunter das Kinderfest zu Beginn des Ferienpassen und das Andelfest im August.
Zudem wurde bekanntgegeben, dass die Gewerbetreibenden gemeinsam mit Gemeinde und Vereinen 2027 eine Gewerbeschau auf dem großen Markt organisieren wollen – inspiriert vom erfolgreichen Bürgerfest zum 50-jährigen Jubiläum Stadlands.
Die Betriebserlaubnis für die Integrationsgruppe im Kindergarten Löwenzahn liegt vor. Damit stehen wieder zwei Integrationsgruppen in der Gemeinde zur Verfügung.
Ab schließend informierte Harald Stindt darüber, dass die Gemeinde Stadland 73.000 Euro zusätzliche Personalkostenerstattung für die Kindergärten erhält, da die tatsächlichen Kosten höher ausfielen als prognostiziert. (Foto und Text: Kerstin Seeland)