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21.07.2026, Lokalredaktion
Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat der II. Oldenburgische Deichband am Donnerstag, 16. Juli 2026, den offiziellen Startpunkt für den Neubau der Deichschäferei in Alse gesetzt. Verbandsvorsteher Peter Aengeneyndt und Stadlands Bürgermeister Harald Stindt würdigten die Bedeutung des Projekts für die Deichsicherheit im Verbandsgebiet und für die Zukunft der regionalen Deichpflege.
Im Rahmen der Zeremonie wurde eine Kapsel in das Fundament eingelassen – gefüllt mit Planzeichnungen, einer grafischen Darstellung des künftigen Gebäudekomplexes sowie weiteren zeitgeschichtlichen Dokumenten. Sie soll später als Bestandteil des Bauwerks an die Entstehungsphase der neuen Deichschäferei erinnern.

Zentraler Standort für bis zu 1.200 Mutterschafe
Mit dem Neubau in der Gemeinde Stadland führt der Deichband die bisherigen Standorte Beckumersiel und Sürwürden zusammen. Die neue Anlage ist auf eine Kapazität von bis zu 1.200 Mutterschafen und Lämmern ausgelegt – eine Größenordnung, die den wachsenden Anforderungen an die Deichpflege entspricht.
Die Schafe übernehmen im Verbandsgebiet eine Schlüsselrolle für die Deichsicherheit: Ihr Fraßverhalten sorgt für eine dichte Grasnarbe, ihre Trittbelastung stabilisiert die Oberfläche, und ihre kontinuierliche Präsenz ermöglicht eine natürliche, flächendeckende Pflege der Deichkörper.
Moderner Gebäudekomplex für nachhaltige Deichpflege
Der rund 6 Millionen Euro teure Neubau umfasst zwei großzügige Schafställe, funktionale Lagerhallen für Futter, Maschinen und Pflegegeräte sowie ein Wohnhaus für die Schäferei.
Die Bauarbeiten laufen bereits seit Frühjahr 2026. Aufgrund der Massentransporte für das Bauland kam es zeitweise zu einer Sperrung des Weserradweges im Bereich Alse. Der Betrieb der Deichschäferei läuft währenddessen regulär weiter. Die Fertigstellung der Gesamtanlage ist für 2027 vorgesehen.
Symbolischer Auftakt für ein Zukunftsprojekt
Verbandsvorsteher Peter Aengeneyndt betonte bei der Grundsteinlegung die langfristige Bedeutung des Projekts: „Mit der neuen Deichschäferei schaffen wir die infrastrukturellen Voraussetzungen, um die Deichpflege auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig, effizient und naturnah sicherzustellen.“
Bürgermeister Harald Stindt hob die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Deichband hervor und würdigte die Investition als „wichtigen Beitrag zur regionalen Daseinsvorsorge und zum Schutz der Menschen entlang der Weser“.
Mit dem Neubau in Alse setzt der II. Oldenburgische Deichband ein deutliches Zeichen für modernen Küstenschutz. Die neue Deichschäferei wird nicht nur die Arbeitsbedingungen der Schäferei verbessern, sondern auch die Pflegequalität der Deiche im gesamten Verbandsgebiet nachhaltig stärken. (Text: Kerstin Seeland, Fotos: Harald Stindt)