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20.02.2026, Lokalredaktion
In der Ratssitzung am Mittwochabend hatten die Ratsleute eine Menge Arbeit vor sich, denn es gab viel zu entscheiden. Zunächst wurde der von der Freiwilligen Feuerwehr Reitland wiedergewählte Ortsbrandmeister Stefan Joachimsthaler für die Zeit vom 5. März 2026 bis 4. März 2032, unter gleichzeitiger Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis, erneut durch Bürgermeiste Harald Stindt, zum Ortsbrandmeister, ernannt.

Gleiches gilt für den Gemeindebrandmeister Robert König. Auch er wurde für die Zeit vom 5. März 2026 bis 4. März 2032, unter gleichzeitiger Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis, erneut zum Gemeindebrandmeister ernannt.
Der Jahresabschluss der Gemeinde Stadland für das Haushaltsjahr 2022 wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -516.460,35 Euro festgestellt. Aufgrund des Fehlbetrags aus dem Vorjahr in Höhe von -235.342,35 Euro, beträgt der, in der Bilanz ausgewiesene Fehlbetrag, insgesamt -751.802,70 Euro. Die Ratsmitglieder erteilten dem Bürgermeister einstimmig für das Haushaltsjahr 2022 Entlastung.
Anschließend wurde, nach kurzer Diskussion, die Haushaltssatzung 2026 nebst Haushaltsplan 2026 sowie der integrierten Ergebnis- und Finanzplanung und der Stellenplan einstimmig beschlossen. Der Haushaltplan für das Jahr weist ein strukturelles Defizit von 876.600 Euro auf, das jedoch aus dem Überschuss der vergangenen Jahre – in der Hochrechnung bis 2025 mit über 2 Millionen Euro – ausgeglichen wird.

Das Investitionsprogramm für die Jahre 2025 bis 2029 wurde ebenfalls einstimmig beschlossen. Dazu zählen unter anderem das modulare System für die Grundschule Seefeld-Schwei, als Vorbereitung für die Ganztagsbetreuung, die Anschaffung einer Oberflächenentwässerungspumpe für die Jadestraße, im Tegelland und der Erwerb von Grundstücken für neue Baugebiete.
Ein heftiger Diskussionspunkt war die geplante Maßnahme bei der Seefelder Mühle. Hier soll zur baulichen Erhaltung der gemeindeeigenen Gebäude und Infrastruktur eine Drainage verlegt und zudem Pflasterungen vorgenommen werden, da diese zwischen Mühle und Mühlengebäude erheblich abgesackt sind und ein Gefährdungspotential darstellen.
Dafür sind im Haushalt 108.000 Euro eingeplant worden. Die SPD-Fraktion argumentierte, dass zunächst die Fortbestand des Vereins abgewartet werden solle, da dieser zurzeit dringend Vorstandsmitglieder als Nachfolger sucht. Elke Kuik-Janssen gab zu bedenken, dass von dem Verein Seefelder Mühle bereits zweckgebundene Fördergelder in Höhe von 13.000 Euro eingeworben wurden. Günter Busch von der CDU unterstrich, dass die Gebäude zu unterhalten sind und dass das bezahlt werden solle, was auch im Haushalt steht.
Bürgermeister Harald Stindt erklärte, dass die Planungen mit dem Verein im Vorfeld gemeinsam ausgearbeitet wurden und dass der Verein auch Gelder einwerben sollte. Dies ist bereits im September 2025 geschehen. „Zum Erhalt des Gebäudes sind die notwendigen Arbeiten auszuführen. Sollten beispielsweise die Pflasterarbeiten nicht ausführt werden, dann muss auch der Landfrauenmarkt, aus Sicherheitsgründen, abgesagt werden.“ Der von der SPD beantragte Sperrvermerk für die 108.000 Euro wurde anschließend zurückgezogen und die Umsetzung der Maßnahmen von den Ratsmitgliedern positiv beschieden. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)