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03.02.2026, Lokalredaktion
Mit großer Freude begrüßten die Vorsitzenden der beiden deutsch-französischen Freundeskreise im Landkreis Wesermarsch, die die Partnerschaften zwischen Stadland und Petit-Caux sowie zwischen Nordenham und St. Etienne du Rouvray pflegen, ihre mehr als 50 Gäste. Diese hatten den Weg durch Eis und Schnee nicht gescheut, um einen Abend mit musikalischen und kulinarischen Köstlichkeiten in der Seefelder Mühle zu genießen.

Jedes Jahr wird im Januar der „Jour de France“ gefeiert – der Tag, an dem am 22. Januar 1963 Konrad Adenauer und Charles DeGaulle den Elysée-Vertrag unterzeichneten, um den Grundstein für die deutsch-französische Partnerschaft zu legen.
Diesen Vertrag füllen die beiden Freundeskreise nun schon seit Jahren mit Leben, indem sie Begegnungen der Menschen aus beiden Partnerschaften organisieren – z.B. im Jugendaustausch, bei Sportveranstaltungen, Kunstausstellungen, Musikveranstaltungen oder verschiedenen Projekten mit gemeinsamen Aktionen (Thema 2025: Seine-Museum und Schifffahrt, Thema 2026: Wilhelmshaven – Hafeneindrücke und Naturraum Wattenmeer).

Nicht bei allen Veranstaltungen hier in der Wesermarsch können unsere französischen Freundinnen und Freunde dabei sein. Stattdessen kam an diesem Abend ein Gruß aus der französischen Partnerstadt Petit-Caux per Video-Botschaft ins Mühlencafé. Gemeinsam wurde mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr und die langjährige Freundschaft angestoßen – die Gäste im Mühlencafé mit den anwesenden Freundeskreismitglieder in einem Lokal in Petit-Caux.

In ihrer gemeinsamen Rede zum Jour de France 2026 betonten die beiden Vorsitzenden der Freundeskreise, Edith Zurhold-Duvieuxbourg und Petra Leifert, die Notwendigkeit, Demokratie, die jedem Menschen eine Stimme gibt, und Toleranz, die Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Stärke versteht, als gemeinsame Werte zu verteidigen. Bürgermeister Harald Stindt pflichtete dem Gesagten bei und ergänzte, dass diese wertvollen deutsch-französischen Partnerschaften auch für die Zukunft, für die kommenden Generationen, lebendig gehalten werden müssen.
Mit dem Auftritt der Gruppe „Les Saperlipopettes“ verwandelt sich das Café in einen kleinen Konzertsaal. Die französischen Musiker Erwan Tacher (ausgebildeter Opernsänger), Mikael Fischman (Singer-Songwriter, Gitarrist) und Martin Gruet (Jazz-Kontrabassist) interpretieren mit Herz, Humor und Hingabe eine bunte Auswahl ihrer liebsten Chansons – von Klassikern wie „Emmenez-moi“ (Charles Aznavour), „La vie en Rose“ (Edith Piaf) und „Göttingen“ (Barbara) bis hin zu modernem französischem Pop. Das Publikum wird mit auf eine Reise durch Europa genommen, der Ich-Erzähler schreibt dabei Briefe an Marlene.
Für die Pause hatte das Café-Team leckere Käseteller mit verschiedenen französischen Käsesorten bereitgestellt, die bei einem Glas Wein zu vielen Gesprächen in der Mühle einluden. Die Bilder der Ausstellung „Mein Bild – aus Wohnzimmern und Küchen in die Seefelder Mühle“, die sowohl in der Mühle als auch im Café gehängt waren, bildeten in ihrer Vielfalt einen schönen Rahmen für den Chanson-Abend.
Auch im zweiten Teil des Konzertabends hatte das Publikum noch einmal Gelegenheit, den einen oder anderen Refrain bekannter Chansons mitzusingen, etwa bei „Champs Elysées“ (Joe Dassin). Nach zwei klangvollen Zugaben wurden die drei Saperlipopettes schließlich zum Heimweg nach Bremen entlassen.
Ein herzlicher Dank für diesen gelungenen Abend geht an das Team der Seefelder Mühle und des Cafés sowie an unseren Förderer, die Kulturstiftung Wesermarsch. (pm/lr – Fotos: Petra Leifert)