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09.09.2025, Lokalredaktion
„Wir machen gerne soziokulturelle Arbeit“, sagt Cornelia Iber-Rebentisch, Vorsitzende des Kulturzentrums Seefelder Mühle. Während Corona ist bei ihr die Idee für ein Projekt entstanden, bei dem sie gerne die Menschen aus Seefeld und „umzu“ mit einbinden möchte. „Was für ein Bild ist Dir wichtig, das bei Dir zuhause hängt?“
Das Projekt „Mein Bild“ lädt Interessierte aus Seefeld ein, sich aktiv an einer besonderen Ausstellung zu beteiligen. Im Mittelpunkt steht nicht die Kunst im klassischen Sinne, sondern das Bild oder Foto, das für jede einzelne Person eine ganz persönliche Bedeutung hat – sei es ein Familienfoto, ein Erbstück, eine Erinnerung an ein geliebtes Tier oder ein selbstgemaltes Werk.
Die Idee: Menschen aus dem Dorf und der Umgebung zeigen ihr Lieblingsbild oder -foto, das in ihrem Zuhause einen zentralen Platz einnimmt und mit dem sie eine emotionale Verbindung haben. Dabei geht es nicht um künstlerischen oder materiellen Wert, sondern um den individuellen Wert und die Geschichte hinter dem Bild. Ob ein Foto aus dem Familienalbum, ein Gemälde aus einem Workshop oder ein Schnappschuss aus dem Urlaub – alles ist willkommen.
„Mein Bild“ möchte die Vielfalt der persönlichen Perspektiven sichtbar machen und lädt dazu ein, die Geschichten hinter den Bildern zu erzählen und auf diese Weise miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung wird bewusst offen gestaltet: Bilder können groß oder klein sein, Fotografien oder Gemälde, modern oder nostalgisch. Auch eine sogenannte Petersburger Hängung – eine Wand voller kleiner Bilder – ist denkbar. Gemeinsam mit der Kunstpädagogin Meike Janßen werden die Bilder dann thematisch aufgehängt.
Geplant ist die Ausstellung für den 23. Januar 2026, um 18 Uhr, und wird acht Wochen zu sehen sein. Die Besuche bei Denjenigen die die Bilder oder Fotos zur Verfügung stellen, sind für Oktober und November vorgesehen. Interessierte werden gebeten, sich per E-Mail kulturzentrum@seefelder-muehle.de oder telefonisch unter 04734-1236, während der Bürozeiten dienstags bis freitags von 9 bis 14 Uhr, zu melden und ihr Bild sowie eine Kontaktmöglichkeit mitzuteilen. Das Projektteam Meike Janßen, Cornelia Iber-Rebentisch oder Linda Grüneisenvereinbart dann mit den Interessenten einen Termin zu Hause, um das Bild in seinem natürlichen Kontext zu fotografieren – gemeinsam mit der Person, die es zur Verfügung stellt. Diese Fotos werden ebenfalls Teil der Ausstellung. Zudem werden Fragen zu dem Bild gestellt, wie beispielsweise: Warum ist dies Dein Lieblingsbild?, Wo hast Du das Bild her?, Wie lange hast Du es schon, hing es schon woanders im Haus?, Besonderheiten zum Rahmen, zur Technik, zum Ort, wo es hängt und Wirst Du das Bild irgendwann weitergeben; an wen?
Ziel ist es, eine lebendige, berührende Sammlung zu schaffen, die zeigt, was Menschen bewegt – jenseits von Kunstmarkt und Galerieästhetik. „Mein Bild“ ist eine Einladung, sich zu beteiligen, mitzugestalten und die eigene Geschichte sichtbar zu machen. Das Abgabedatum für die Bilder ist am Samstag, 17. oder Sonntag, 18. Januar 2026, in der Mühle von 14 – 17 Uhr. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Oldenburgischen Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Cornelia Iber-Rebentisch und Meike Janßen präsentieren Lieblingsbilder vor der Mühle