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28.01.2026, Lokalredaktion
In jedem Jahr erinnert der Rüstringer Heimatbund, zusammen mit Vereinsvertretern aus Rodenkirchen, Heimatfreunden und politischen Vertretern an die Schlacht in Hartwarden, am „Friesendenkmal“. 1514 verloren die Stadlander und Butjadinger Friesen die Unabhängigkeit ihrer Landesgemeinden, nach zahlreichen Kämpfen mit vielen Opfern. 500 Jahre später, 1914 ließ der Rüstringer Heimatbund Nahe der Hartwarder Landwehr das Denkmal eines friesischen Kämpfers errichten. In jedem Jahr treffen sich hier die Mitglieder, um der Opfer zu gedenken.
In seiner Ansprache zum Gedenken an die Schlacht bei Hartwarden betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler (Berne) jetzt die historische Bedeutung des Ereignisses für die Wesermarsch und zog Parallelen zur sicherheitspolitischen Lage der Gegenwart. Die Kämpfer von damals hätten für Freiheit, Gemeinschaft und Selbstbestimmung eingestanden. Das seien Werte, die heute erneut unter Druck stehen.
Thümler verwies auf die veränderte geopolitische Situation in Europa, insbesondere den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, und kritisierte zugleich aktuelle Spannungen im transatlantischen Verhältnis am Beispiel Grönland. Frieden und Sicherheit seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssten aktiv geschützt und verteidigt werden, merkte er an.
Er warnte vor der Illusion, wirtschaftliche Verflechtungen allein könnten Stabilität garantieren. Deutschland und Europa müssten ihre Wehrhaftigkeit stärken, kritische Infrastruktur schützen und Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen. Die Region Wesermarsch spiele dabei als Energie-, Industrie- und Hafenstandort eine wichtige Rolle.
Die Schlacht von 1514 deutete Thümler als Mahnmal für Entschlossenheit, Zusammenhalt und Verantwortungsbereitschaft. Während die Menschen damals keine Wahl gehabt hätten, liege es heute an Europa, Demokratie, Freiheit und die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Nur mit Klarheit, Mut und gemeinsamer Haltung könne Europa seine Werte bewahren.
BU: Beim Friesendenkmal in Rodenkirchen betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler die historische Bedeutung des Ereignisses für die Wesermarsch und zog Parallelen zur sicherheitspolitischen Lage der Gegenwart. (pm/lr – Foto: Büro Thümler)