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27.12.2025, Lokalredaktion
Mit einem sichtbaren Zeichen hat die Gemeinde heute offiziell den Baubeginn für die Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrstandortes eingeläutet. Zu diesem Anlass begrüßte Bürgermeister Harald Stindt Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderates, Fraktions- und Ausschussvorsitzende und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schwei.


„Der heutige ‚Startschuss‘ markiert einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung der Feuerwehrinfrastruktur im Ort“, betonte Harald Stindt, „Bereits seit dem Feuerwehrbedarfsplan von 2015 steht das Projekt auf der Agenda. Verzögerungen durch die Schulraumsituation im Jahr 2023 machten eine umfassende Neuplanung notwendig.“ Ein Team aus sechs Kameraden der Feuerwehr, Verwaltung und Politik haben diese Zeit jedoch genutzt, um ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln.
Ein kluger und nachhaltiger Ansatz
Die Gemeinde setzt bei der Umsetzung auf eine Kombination aus Modernisierung bestehender Gebäude und der Weiternutzung der ehemaligen Schulgebäude. Damit wird nicht nur nachhaltig gehandelt, sondern auch vorhandene Bausubstanz sinnvoll integriert.

Im Zuge der Maßnahmen entstehen:
- zusätzliche Flächen für Fahrzeuge und Einsatzmittel
- moderne Umkleideräume mit Schwarz-Weiß-Trennung
- neue Sanitärbereiche
- Räume für die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie
- zeitgemäße Arbeits- und Aufenthaltsbereiche für die Einsatzkräfte.
Damit erfüllt die Gemeinde nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern berücksichtigt bewusst auch Bedürfnisse, die über die Mindestanforderungen hinausgehen.

Investitionen in Gebäude und Technik
Parallel zu den baulichen Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Investitionen in die technische Ausstattung der Feuerwehr getätigt. Neue Fahrzeuge im Gesamtwert von rund einer halben Million Euro wurden beschafft, weitere befinden sich in Bestellung. Auch im Bereich der technischen Infrastruktur in den Gebäuden und Fahrzeugen wurde umfassend modernisiert.
Wertschätzung für das Ehrenamt
Die Gemeinde sieht die Investitionen als klares Bekenntnis zur Bedeutung des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes. Die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Kameradinnen und Kameraden sollen durch bestmögliche Rahmenbedingungen unterstützt werden. Rückmeldungen aus Feuerwehrführung und Gemeindeverband bestätigen, dass die in den vergangenen Jahren geschaffenen Strukturen bereits heute spürbar wirken.

Erfolgreiche Zusammenarbeit als Schlüssel
Bürgermeister Harald Stindt unterstrich, dass die erfolgreiche Umsetzung nur durch das enge Zusammenspiel von Verwaltung, Politik und Feuerwehr möglich sei. Neben den Beschlüssen des Rates seien insbesondere die praktische Expertise und das Mitdenken der Feuerwehrleute vor Ort entscheidend gewesen.

„Dieses Miteinander hat uns ermöglicht, innerhalb weniger Jahre mehrere Neubauten, Umbauten und Brandschutzmaßnahmen erfolgreich auf den Weg zu bringen“, sagte er, „Wir schaffen hier gemeinsam eine leistungsfähige Feuerwehr für die kommenden Jahrzehnte.“
Mit dem heutigen Startschuss beginnt nun die nächste Phase des Projekts. Die Gemeinde blickt optimistisch auf die kommenden Monate und ist überzeugt, dass die Maßnahmen zügig und erfolgreich umgesetzt werden.
Harald Stindt verwies auch auf die anderen Feuerwehren in der Gemeinde: Reitland ist nach der Sanierung in einem Top-Zustand, der neue Feuewehrstandort Seefeld wird in Kürze eröffnet und auch Rodenkirchen mit den Anbau erfüllt die neuesten Anforderung.
Ferner wurde IT-Technologie in die Gebäude und Fahrzeuge eingebaut und so sind gute Rahmenbedingungen für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren auf den Weg gebracht worden.
Ortbrandmeister Kim Klingenberg informierte darüber, dass das ehemalige Schulgebäude, das für den Umbau genutzt wird, mit einer PV-Anlage ausgestattet wird. In diesem Teil des Gebäudes wird künftig eine Lagerstätte mit drei Rolltoren, ein Raum für die Kinder- und Jugendfeuerwehr, die Mädchen- und Damenumkleide sowie der dazugehörende Sanitärbereich untergebracht. Die Toilettenanlage der ehemaligen Schule wird in Teilen für Erwachsene modifiziert und der angefallene Steinschredder der Grundschule wird in den neuen Parkplatz eingebracht.
Der bisherige Eingang wird neu gestaltet und auch überdacht. Das Bestandsgebäude der Feuerwehr erhält an zwei Seiten eine Feuerschutztreppe. Ferner wird eine Stiefelwaschanlage in die derzeitige Fahrzeughalle integriert und ein Waschplatz vor der Halle eingerichtet, damit die Schwarz-Weiß-Trennung künftig eingehalten werden kann. Der jetzige Gemeinschaftsraum unter dem Dach wird vergrößert, in dem ein Durchbruch zur Küche gemacht wird, die einen neuen Platz – ebenfalls unter dem Dach – erhält.
Die Feuerwehrleute haben bereits schon rund 250 Stunden an Eigenleistung erbracht und werden auch künftig weiter mit anpacken. Geplant ist, dass am 14. Februar 2026 die Übersee-Container aus Seefeld nach Schwei gebracht werden. Hier soll dann ein Großteil des am 14. März 2026 geleerten Feuerwehrhauses eingelagert werden.
„Während der gesamten Bauzeit – voraussichtlich bis März/April 2027 – wird die Schweier Wehr einsatzbereit sein“, sagte der Ortsbrandmeister. In dieser Zeit müssen die Einsatzfahrzeuge immer wieder einen neuen Standort erhalten, da auch der Boden in der Fahrzeughalle, in Etappen, erneuert wird. Mitte 2027 soll dann auch noch das neue Löschfahrzeug, LF 10, in Schwei ankommen. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Bürgermeister, Mitglieder des Gemeinderates und der Feuerwehr freuen sich, dass es mit dem An- und Umbau im nächsten Jahr losgeht