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04.11.2025, Lokalredaktion
Die Theatergruppe der Seefelder Mühle lädt zu einem besonderen Theaterabend ein: Mit dem Stück „Platt“ präsentieren die Darstellerinnen und Darsteller eine spannende Eigenproduktion, die sich dem Thema „Platt“ in all seinen Facetten widmet – sprachlich, kulturell und räumlich. Wieder einmal konnte Anna-Lena Rode als Regisseurin gewonnen werden. Für die Technik ist Michael Mendelsohn verantwortlich.
Gemeinsam mit den Darstellern, den beiden erfahrenen Spielerinnen Annelene Duhm und Anja Thümer sowie mit den Neulingen auf der Theaterbühne Kärsti Jekimov-Berendsen, Helmut „Ritzi“ Lütjohann, Barbara Schönewald und Felix Thümler verwandelt Anna-Lena Rode das Mühlencafé der Seefelder Mühle in einen Theaterraum.
Im Zentrum der Inszenierung steht die fiktive Gastwirtschaft „To de lüttje Toversicht“, die nach Jahrzehnten ihre Türen schließt. Am letzten Abend versammeln sich Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter von Inhaberin Meta, um Abschied zu nehmen, Erinnerungen zu teilen und sich der Frage zu stellen: Was bleibt, wenn etwas endet – und was darf neu entstehen?
Zwischen plattdeutscher Sprache, regionalen Bräuchen und persönlichen Geschichten entfaltet sich ein vielschichtiges Porträt des ländlichen Lebens. Themen wie demografischer Wandel, Heimatverbundenheit und die Zukunft des Dorfes werden ebenso verhandelt wie die Frage, ob man hier alt werden kann – und will.
Das Publikum ist nicht nur Zuschauer, sondern Teil der Inszenierung: Die Aufführung spielt in und mit dem Raum der ehemaligen Gastwirtschaft, wodurch eine besondere Atmosphäre entsteht. Mitspielen braucht das Publikum jedoch nicht. Bereits vor Beginn, von 18 bis 19 Uhr, lädt ein kulinarisches Angebot mit plattdeutschen Snacks zum Verweilen ein und stimmt auf den Abend ein.
Die Proben laufen seit über einem halben Jahr intensiver gemeinschaftlicher Arbeit mit Schreib- und Bewegungsexperimenten. Neben den sechs Hauptdarstellern bereichern drei Überraschungsgäste das Ensemble – bekannte Gesichter aus der regionalen Theaterlandschaft, die dem Stück zusätzliche Tiefe verleihen.
Gefördert wird das Projekt durch den Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen im Rahmen des Programms „Transformation“, das theaterpädagogische Initiativen im ländlichen Raum unterstützt. Auch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen zählt zu den Förderern.
„Platt“ ist kein nostalgischer Rückblick, sondern ein lebendiger, nachdenklicher und humorvoller Abend, der die Vergangenheit würdigt und die Zukunft befragt – mit viel Herz, Lokalkolorit und einem offenen Ohr für die Geschichten der Region.
„Ich habe selten mit solch einer witzigen Gruppe zusammengearbeitet“, sag Anna-Lena Rode, „Es hat sehr viel Freude gemacht, das Stück zu entwickeln. Und es ist richtig schön geworden.“ Der Wunsch der Regisseurin ist es, dass die Zuschauer am Ende des Stücks mit etwas anderen Gedanken nach Hause gehen, als sie gekommen sind. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Annelene Duhm, Felix Thümler, Barbara Schönewald, Helmut „Ritzi“ Lütjohann, Kärsti Jekimov-Berendsen und Anja Thümler
Wann: 18.11.2025, 19:30 Uhr
Wo: Hauptstraße 1, 26937 Stadland - Seefeld