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04.05.2026, Lokalredaktion
Am Sonntag, 3. Mai 2026, gegen 12.35 Uhr, befuhr eine 16-jährige Stadländerin aus Rodenkirchen die Mellumstraße in Richtung Marktstraße. An der Brücke über den Rodenkircher Zuggraben kam sie nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach das Brückengeländer und kam im Siel zum Stillstand.

Ein zufällig vorbeikommender 72-jähriger Radfahrer beobachtete den Vorgang und sprang umgehend in den Siel, um der Fahrerin zu helfen. Der Pkw war zu diesem Zeitpunkt bis zur Unterkante der Pkw-Fenster im Wasser.
Vor Ort waren insgesamt fünf Einsatzfahrzeuge, ein Boot sowie rund 25 Einsatzkräfte im Einsatz. Bei Eintreffen der Feuerwehr war die betroffene Person bereits aus dem Fahrzeug befreit.
Für die Rettungs- und Bergearbeiten wurden die Freiwillige Feuerwehr Rodenkirchen u.a. mit einem Schlauchboot und ein Rettungswagen eingesetzt. Die Aufgabe der Feuerwehr bestand insbesondere in der Gefahrenabwehr durch ausgetretene Betriebsstoffe. Mithilfe des eingesetzten Bootes sowie durch den Einsatz von Ölsperren konnte eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung im Gewässer verhindert und eingedämmt werden.
Nach ersten Ermittlungen hat sich das Mädchen die versteckten Autoschlüssel ihrer Eltern in einem unbeobachteten Moment genommen und war einfach losgefahren.

Das beschädigte Brückengeländer wurde durch den Bauhof der Gemeinde Stadland gesichert. Da der Rodenkircher Zuggraben durch Betriebsstoffe des Pkw verunreinigt wurde, wurde über den Landkreis Wesermarsch eine Fachfirma beauftragt.
Zusätzlich unterstützten die Einsatzkräfte den Abschleppdienst bei der Bergung des verunfallten Fahrzeugs und sicherten die Einsatzstelle ab. Die Feuerwehr Rodenkirchen bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften für die gute Zusammenarbeit.
Der Sachschaden wird auf insgesamt ca. 30.000 Euro geschätzt. Gegen die 16-jährige Fahrerin wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. (pm/lr – Foto: FF Rodenkirchen)