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22.04.2026, Lokalredaktion
Insektenhotels selbst zu bauen, liegt derzeit im Trend. Dem schlossen sich am Wochenende auch 15 Mitglieder des Landfrauenvereins Seefeld an. Bei einer Landfrau zuhause trafen sich die bastelfreudigen Landfrauen, die schon seit längerer Zeit keinen Workshop mehr organisiert hatten.
Entstehen sollten an diesem Nachmittag Insektenhotels in Wabenform, die sich insbesondere als Nisthilfe für Wildbienen eignet. Diese Nisthilfen sind jederzeit durch weitere Waben erweiterbar.

Birgit Heinemann vom NABU Nordenham erklärte den Landfrauen Schritt für Schritt, wie die Insektenhotels entstehen. Zunächst wurden jeweils sechs fertig gesägte Seitenteile an die Landfrauen verteilt. Dann hieß er erst einmal ordentlich schleifen, damit sich die künftigen Bewohner nicht an herausstehenden Holzsplittern verletzen.

Anschließend wurden die so bearbeiteten Holzseiten in Wabenform aufgestellt und mittels Tacker aneinander befestigt. Danach ging es an das Befüllen der Waben. Hier hatte Birgit Heinemann getrocknetes Reet mitgebracht, das „an den Augen“ in Form geschnitten werden musste, damit gut in die Wabe passt. Hier galt es, die Schnittkanten zu schleifen, damit sich auch hier die Bienen nicht verletzten. Tannenzapfen eignen sich ebenfalls für die Herstellung solcher Insektenhotels.
Um die Reetstreifen gut zu verdichten, eignet sich am Besten Lehmpulver oder auch Salzteig. Dieser muss jedoch nach dem Einfüllen rund 24 Stunden trocknen.
Nach dem Bau der Insektenhotels ging es an das „Bauen“ von Saatbomben. Birgit Heinemann hatte bienenfreundliche Sämereien mitgebracht, die die Landfrauen mit Blumenerde mischten und daraus Kugeln formten. Diese werden dann in nächster Zeit in die Natur „freigelassen“. Kaffee und Kuchen sowie ein kühles Getränk gehörten an dem Nachmittag selbstverständlich auch dazu. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)