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13.05.2026, Lokalredaktion
Streichung von Flugverbindung sorgt für Empörung bei Unternehmen Oldenburg. Die Nachricht, dass die Lufthansa bereits in wenigen Wochen ihre Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt einstellt, sorgt im Oldenburger Land für Empörung. „Die Entscheidung betrifft nicht nur einen einzelnen Flughafen oder einen einzelnen Standort. Sie hat Folgen für unseren gesamten Wirtschaftsraum, der zu den industriell, logistikorientiert und außenwirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands zählt“, sagt IHKPräsident Jan Müller.

„Frankfurt ist für uns die Anbindung an die ganze Welt“, unterstreicht Julia Hamels, Vollversammlungsmitglied und Unternehmerin aus dem Oldenburger Münsterland. Die Ankündigung der Lufthansa dürfe nicht der Startpunkt für die Streichung weiterer Flugverbindungen sein. Im Gegenteil: „Wir müssen den Standort Bremen weiter stärken, weil er der nächstgelegene Flughafen für unsere Region ist“, so Hamels weiter. Das Einzugsgebiet sei riesig und erstrecke sich über den gesamten Nordwesten bis nach Ostfriesland. Bis zu den Flughäfen nach Hamburg, Hannover oder Düsseldorf seien es erhebliche Entfernungen.
„Wir appellieren daher eindringlich an die Lufthansa, die angekündigte Einstellung der Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt zu überdenken und die Verbindung dauerhaft aufrechtzuerhalten“, so Jan
Müller. Seitens der IHK werde man bei diesem Thema nun Kräfte bündeln. „Wir werden das Thema bei uns in der Region zur Chefsache erklären und erwarten dies auch von der Landespolitik“, betont der IHK-Präsident. Wie schon die Bremer Handelskammer will auch die Oldenburgische IHK das direkte Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa suchen, kündigte Müller an.

MdL Björn Thümler (CDU) sieht vor allem auch das Umland negativ betroffen: „Die Streichung der direkten Flugverbindung schneidet die Freie- und Hansestadt Bremen aber auch den ganzen Nordwesten Niedersachsens von einem Anschluss an das internationale Drehkreuz Frankfurt ab. Wirtschaft und Wissenschaft aber auch die ganz normalen Urlauber/Bürger werden von einer der zentralen Anschlussmöglichkeit abgeschnitten.“
Mehr als 5000 Menschen nutzen wöchentlich die Flugverbindung von und nach Frankfurt. „Es ist geradezu ein Worstcase Szenario für unsere Region, daher ist neben dem Bremer Senat, auch die niedersächsische Landesregierung gefordert sich mit Nachdruck bei der Lufthansa für die Beibehaltung der Fluglinie einzusetzen,“ so Thümler abschließend. (pm/lr – Foto: Symbolbild KI generiert)